
Gen Z Proteste auf mehreren Kontinenten
Die junge Generation, die„Gen Z”, hat 2025 mehr als eine Regierung bedroht und oft zu Fall gebracht: in Serbien, Bangladesch, Nepal, Kenia, Indonesien, Peru, Tansania, Madagaskar, Marokko und Bulgarien!
Deutschlandweit gegen die AfD und den Rechtsruck
Anfang Januar 2025 zogen 12.000 Menschen durch Riesa und blockierten den Parteitag der AfD. Dem folgten Wochen großer Demonstrationen in allen größeren Städten mit Tausenden bis Hunderttausenden Teilnehmenden (Berlin: 160.000) gegen den Rechtsruck. 30.000 Aktivist:innen marschierten Ende November durch Gießen und blockierten die Wege zum Gründungskongress der rechtsextremen Jugendorganisation der AfD.
USA: No Kings Proteste
Rund sieben Millionen Menschen waren im Oktober im ganzen Land auf der Straße unter dem Motto „No Kings, no Billionaires”. Die Proteste richteten sich gegen die Politik von Donald Trump und vor allem richteten sie sich gegen die Jagd auf Migrantinnen und Migranten, gegen die Massenentlassungen in der Verwaltung, gegen die Menschenrechtsverletzungen usw. Bereits im Juni 2025 hatten mehr als fünf Millionen Menschen an Kundgebungen teilgenommen.
Workers Power
Überall in der Welt haben Arbeitende protestiert und gestreikt. Boeing Arbeiter:innen in den USA bestreikten 3 Monate das gigantische Luftfahrtunternehmen. Die Beschäftigten von Starbucks USA begannen einen sich stetig vergrößernden Streik gegen die Gewerkschaftsfeindlichkeit des Unternehmens und um endlich einen ersten Tarifvertrag für 12.000 gewerkschaftlich organisierten Baristas zu erreichen. Anlässlich des 2. Jahrestages des schrecklichen Zugunglücks von Tembi 2023 mobilisierten in Griechenland Zehntausende gegen die Regierung in allen größeren Städten. Der Generalsteik im Februar legte das gesamte Land lahm. Im Oktober folgte ein Generalstreik gegen die Arbeitszeitverlängerung. In Frankreich gab es nach den landesweiten Demonstrationen Anfang September einen Streiktag Mitte September mit mehr als 1 Million Menschen, die streikten und demonstrierten. Die Wut richtete sich nicht nur gegen den Sparhaushalt der Regierung, sondern auch gegen die niedrigen Löhne, gegen Betriebschließungen und die Militarisierung. Im Oktober demonstrierten und streikten 140.000 in Belgien gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Am 23. Oktober füllten sich die Straßen Neuseelands mit Krankenpfleger:innen, Ärzt:innen, Lehrkräften, Gesundheitsassistenten, öffentlichen Angestellten und Feuerwehrleuten, die in einem massiven eintägigen Streik von der Regierung die vollständige Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen forderten. Insgesamt nahmen rund 100.000 an der Aktion teil.
Weltweite Solidarität mit den Palästinenser:innen
Millionen von Menschen sind weiterhin empört über den Völkermord in Gaza und haben immer wieder massiv demonstriert: unter anderem in Berlin mit 100.000 Menschen Ende September, in allen größeren Städten Großbritanniens, vor allem in London mit 500.000 Anfang Oktober und 100.000 Ende November, 300.000 im August in Sydney, 150.000 im Juni in Den Haag. In Italien hat die Bevölkerung an drei großen Streiktagen ihre Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung gezeigt. Der Generalstreik am 3. Oktober hatte die Proteste vom 22. September noch um ein Vielfaches übertroffen. Mindestens zwei Millionen Streikende, allein in Rom waren 300.000 auf den Straßen. In Spanien blockierte ein landesweiter Streik gegen den Genozid Mitte Oktober viele Wirtschaftsbereiche und brachte Hunderttausende auf die Straßen.
Balkan Spring
Ende Februar gab es in Griechenland den großen Generalstreik, ein politischer Streik gegen die Regierung und das politische System insgesamt. Aber in Serbien hat die Bevölkerung – vor allen die Jugend – massenhaft bereits im November 2024 den Kampf gegen die Regierung und das gesamte korrupte und repressive System aufgenommen und lässt nicht locker. Im Januar musste der Ministerpräsident zurücktreten. Es folgten Proteste in Mazedonien und schließlich sprang der Funke über in dieTürkei, wo sich ab März die Proteste ausweiteten. Anlass war die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters. Aber es ging um Arbeit, Löhne, Demokratie, Gerechtigkeit… Zuletzt folgte Bulgarien, wo nach Massenprotesten der Ministerpräsident Anfang Dezember abtreten musste.
Iran
Kurz vor Jahresende begann eine neue Protestwelle. Auslöser waren die erneuten Preissteigerungen. Längst haben sich die Proteste im ganzen Land ausgebreitet und richten sich gegen das iranische Regime als Ganzes. Diese neue Welle schließt sich fast nahtlos an die letzte Protestwelle von 2022 an, dessen Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ weltweit gehört wurde.
