Immer mit der Ruhe

Zum Fahplanwechsel ist der neue Dienst Südkreuz-Spindlersfeld hinzugekommen. Da ist nicht gerade viel Zeit eingeplant bei 7 Stunden Fahrzeit. Damit ist vorprogrammiert, dass sich Verspätung draus entwickelt.

Wir müssen also durchsetzen, dass der Anspruch pünktlich zu sein, nicht bedeutet gegen unsere menschlichen Bedürfnisse zu handeln. Niemand darf Probleme bekommen, wenn er auf Toilette muss. Ob auf dem Endbahnhof oder unterwegs. Genauso wenn er müde ist und sich für eine Runde rausnehmen lassen muss. Es gibt doch Rechte. Und Sicherheit zählt. Die „Arbeitgeber“ probieren, wie weit sie gehen können und regulieren erst nach, wenn die Strafe gegenüber dem VBB zu hoch ist. Unterlassen uns selbst gegenüber verschlechtert eher die Arbeitsbedingungen auf Dauer.

Was die Leute auch wütend macht

Vor ein zwei Wochen hatte ein Lokführer ein Problem mit dem Gleis gemeldet. Dann wurde erstmal die ganze Strecke von Baumschulenweg nach Treptower Park gesperrt. Aber das blieb so für ganze 4 Stunden. Im Berliner Berufsverkehr.

Wir verstehen das als ein weiteres Zeichen, dass die auch bei InfraGo auf dem letzten Loch pfeifen.

Unsereiner hat dann zu oft Probleme mit dem Feierabend. Und lange Sperrungen sind eine Zumutung für Fahrgäste. Man kann sich nur wundern, dass die das recht ruhig ertragen. Aber auch nicht immer. Das ist auch ein Sicherheitsproblem für uns.

Wieder Unfälle bei der Bahn

Anfang Dezember sind zwei Männer auf dem Güterbahnhof Köln-Eifeltor von einer Hebebühne gestürzt, Beide – einer 83 Jahre alt, einer 64 – sind dabei gestorben.

Der Güterbahnhof wird von der Deutsche Bahn Tochter Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) betrieben. Der 83-jährige war wahrscheinlich der Chef der Subfirma, Der 64-jährige hat für diese Subfirma gearbeitet. Ursache war wahrscheinlich „schlechte Kommunikation“; ein anderer Arbeiter hatte eine Brücke in Bewegung gesetzt, ohne von den Arbeiten mit der Hebebühne zu wissen. Wie so oft, wenn Subfirmen beteiligt sind, versickert die Nachricht nach ein paar Tagen und taucht auch nicht in der Bahn-Statistik auf. Aber „menschliches Versagen“ ist es nicht, wenn Sub-Sub-Firmen unterwegs sind, die Deutsche Bahn die Abläufe wegdelegiert und nicht für sichere Abläufe sorgt. Es ist ein bekanntes Muster, dass die Einschaltung von Sub-Firmen das Risiko für Arbeitsunfälle erhöht.

Anfang Dezember wurde auch im ICE-Betriebswerk München ein 56-jähriger Techniker lebensgefährlich verletzt. Er hatte an der Oberleitung gearbeitet, die zwar abgeschaltet war. Es gab jedoch einen Spannungsüberschlag von einer stromführenden Oberleitung des Nachbargleises.

So einen ähnlichen Unfall gab es im ICE-Betriebswerk München schon einmal dieses Jahr im März…

Vorausschauend geht doch

Man wundert sich manchmal über Langsamfahrstellen, die schon im Voraus in der La eingetragen sind.

Das können wir nicht auch noch gebrauchen, dass Gleise sich für den nächsten Tag um 12 Uhr im Voraus als kaputt abmelden. Was allerdings InfraGo bereits im Voraus weiß: wann die Überwachungszeit vorbei ist und ne Frist ablaufen wird und nicht genug Personal da ist für rechtzeitige Kontrolle.

Püünktlich!

Bravo, Erfolgsmeldungen sind rar und dafür umso lauter und mit umso mehr Politprominenz wie bei der Dresdner Bahn und dem neuen Abschnitt Berlin Südkreuz–Blankenfelde, der jetzt in Betrieb genommen wurde. In dieses prestigeträchtige Stück wurde echt aaalles reingebuttert. Dafür fehlten dann aber Kapazitäten für Schönfließ Fernbahn. Für den Erfolg wird alles gegeben…

Wohin geht die Hoffnung?

In Schöneweide gehen die Aufträge zurück. Es werden Züge aus NRW rangeholt für die Instandhaltung. Aber was ist die Zukunft für die Leiharbeiter und festangestellen S-Bahner? Was ist die Zukunft, wenn die Ausschreibung umgesetzt wird, wenn die zwei neuen Werke fertig gebaut sind?

Reichtumsbericht

Die 5 reichsten Familien Deutschlands besitzen zusammen 250 Milliarden Vermögen (zum Vergleich: der ganze DB-Konzern hat 2024 einen Umsatz von 26,2 Milliarden gemacht). Also: 5 Familien am oberen Ende der Nahrungskette besitzen so viel wie die untere gesamte Hälfte der Bevölkerung in Deutschland, also 40 Millionen Menschen. Diese Superreichen kosten die Arbeiterklasse hunderte Milliarden jedes Jahr!

Das reichste Prozent der Gesellschaft ist die gefährlichste Parallelgesellschaft.

Vor dem nächsten Streik?

Ab Mitte Januar beginnen die Tarifverhandlungen bei der BVG über Arbeitszeiten und Urlaub. Die Tarifverträge der GDL bei der DB enden 31.12.2025. 8. Januar wird es das erste offizielle Treffen geben. Die DB hat schon verkündet, dass sie bis Ende Februar alles unter Dach und Fach haben wollen innerhalb der 2-monatigen extra „Friedenspflicht“, die die GDL vereinbart hatte (vereinbart noch unter dem „kämpferischsten“ Weselsky…].

Man könnte sich ja mit den BVG-Kollegen und ver.di abstimmen, um den Druck zu erhöhen…

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