Wer profitiert? Corona, Verschwörungstheorien und Kapitalismus

Die Corona-Krise hat zahlreichen absurden wie gefährlichen Verschwörungstheorien viel Aufmerksamkeit verschafft. Dabei geht es oft um die Frage: „Cui bono?“ – Wer profitiert? Als Gegenstück dazu wird oft eine aufgeklärte, wissensbasierte Gesellschaft gesehen. Aber ist das in der kapitalistischen Klassengesellschaft überhaupt zu verwirklichen? Zeichnet sich der Kapitalismus nicht gerade dadurch aus, dass er im Interesse einer kleinen Minderheit funktioniert? Werden uns von Medien und PolitikerInnen nicht auch ständig ein Haufen Dinge verschwiegen? Wie lässt sich diese Art von Herrschaftssicherung abseits von Verschwörungstheorien erklären? Und wie kann sich Kapitalismuskritik von Verschwörungstheorien abgrenzen und mit ihnen umgehen? Im Referat wird es zunächst um historische Beispiele und die Funktionsweise von Verschwörungstheorien gehen. Mit Beispielen rund um Corona wird dann das Verhältnis von „Verschwörungen“ und politischer Herrschaft im Kapitalismus in den Blick genommen. Abschließend können wir diskutieren, welchen Umgang wir heute brauchen: mit den Gefahren von Verschwörungstheorien, kapitalistischer Ideologie in Politik und Medien und vorhandenem Protestpotential.

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