57,5 Eiskugeln
Das können wir CFM-Kolleg:innen uns diesen Sommer mit dem gezahlten Inflationsausgleich kaufen. 115 € – mehr war nun wirklich nicht drin für die arme CFM und so be­treibt sie somit dass beste Organizing für unsere Streiks 2025. Auch der Berliner Senat hält sich weiterhin gekonnt zurück, obwohl viel versprochen wurde. Daher sollten wir ihn daran mal wieder erinnern und z. B. mit unseren Kol­leg:innen am 25.5. vor dem SPD-Parteitag Radau machen.

Streik an der Charité
Mehr Patient:innen versorgen und Verkürzung der Liege­zeiten lautet die Erwartung der Chefs an die Ärzt:innen in der Charité. Und ganz nebenbei wird der eine oder andere Vertrag von Kolleg:innen nicht verlängert und Stellen un­besetzt gelassen. Am 25.04.2024 antworten die Ärzt:innen der Charité: Streik. Lange genug verhandelt der Marburger Bund mit der Charité, die ihr unzureichendes Angebot im­mer wieder schön rechnet. Mehr Lohn und kürzere Ar­beitszeit fordern die ärztlichen Kolleg:innen genauso wie Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen z.B. bei den Rufbereitschaften. Klinikarbeit ist Teamarbeit. Darum viel Erfolg und Durchsetzungskraft den Streikenden. 25.04.2024, um 9 Uhr 30 Streikkundgebung am Ro­bert-Koch-Platz/CCM.

Hurra, Zeit fürs Eisessen
Die Arbeitszeit wird zum 01.01.2025 verkürzt. Na gut, es geht erst einmal nur um eine halbe Stunde in der Woche. Von 39 Stunden geht es auf 38,5 Stunden pro Woche. Macht glatte 6 Minuten am Arbeitstag. Für einen Bummel zur Eisdiele noch ein bisschen knapp, aber die Richtung stimmt. Nun gilt es, endlich auch im Krankenhaus im Schichtdienst die Pause als Arbeitszeit anzurechnen und dann schnurstracks weiter Richtung 35 Stundenwoche. Jaja, kein Personal, zu teuer … wir wissen schon. Aber wir lieben Eis nun mal sehr und teilen dieses nach Feierabend gerne mit vielen neuen Kolleg:innen.

Frech kommt weiter?
Anscheinend haben sich einige Kolleg:innen aus der Ne­onatologie über eine unerwartet geringe Anzahl erarbeite­ter CHEPs gewundert und nachgefragt. Und siehe da, es gab einseitige Veränderungen durch die Charité. Natürlich nicht zum Vorteil der Kolleg:innen. Wertschätzung, Ver­tragstreue, Mitarbeiter:innenbindung … anscheinend alles leeres Gerede der Charité-Oberen. Ein Grund mehr, die eigenen CHEP-Ansprüche genau zu prüfen und im Zweifel geltend zu machen. Gerne auch als Team gemeinsam ab­zugeben.

Coli-Bakterien
Die haben das Bremer Klinikum Mitte in die Schlagzeilen gebracht. Der Klinikverbund Gesundheit Nord hat natürlich reagiert. Reinigungskräfte würden geschult, Patient:innen häufiger untersucht, Waschbeckenamarturen ausge­tauscht.  Mehr fällt den Chefs dort dann aber auch nicht ein. Wir haben noch ein, zwei Ratschläge: Endlich die Ser­vice gGmbH in die Klinik integrieren, anständigen Tariflohn zahlen und natürlich mehr Reinigungspersonal beschäfti­gen. Die Coli-Bakterien werden uns hassen.

Kurzer Auftritt
Frau Senatorin Czyborra beehrte uns. Bei der Personal­versammlung. Doch unser Glück währte nur kurz, also ca. eine halbe Stunde. Sie hatte noch wichtigere Termine. Ja, soll es geben. Prioritäten setzen ist aber auch eine Art der Anerkennung und Wertschätzung.

Jeder Tag ein Kampf mit dem Gewissen
Der Chefarzt des Berliner Maßregelvollzugs hat aus „Ge­wissensgründen“ gekündigt. Seinen Gewissensbiss be­schreibt er so: „Patienten werden nicht ausreichend thera­piert, die Beschäftigten durch den ständigen Mangel zer­mürbt.“ Und da hat er nicht Unrecht: Ende Januar waren von 670 Stellen 158 nicht besetzt. Anfang Februar wurden 626 Patient:innen stationär behandelt, obwohl nur 549 Bet­ten zur Verfügung standen. Letztes Jahr kamen wegen mangelnder Kapazitäten 20 Straftäter frei. Jeder hat das Recht auf psychatrische Behandlung, egal ob Straftäter:in oder nicht, doch bei ihnen spart der Senat wahrscheinlich als erstes ein.

Neues vom Pflegewahnsinn
Eine Mitarbeiterin eines Altenheims im Berliner Bezirk Lichtenberg musste vor kurzem Feuerwehr und Polizei ru­fen, da die Nachtschicht nicht ausreichend besetzt war. Ihr Versuch, vorher die Bereitschaft und Heimleitung zu errei­chen, war erfolglos – es ging niemand ans Telefon. Dazu kommt noch ein Todesfall an diesem Abend – ob dieser mit dem Personalausfall zusammenhängt, wird noch ermit­telt. Der Pflegekonzern äußert sich entsetzt und will die Umstände natürlich vollständig klären, aber wir wissen doch wie es wirklich ist: für Profite gehen die Pflegeheim­konzerne auch „über Leichen“, sie wissen über die prekä­ren Situationen auf ihren Stationen Bescheid und nehmen dies in Kauf. Da bringt auch keine neue Heimleitung etwas, welche unter genau diesen Profitzwängen den Laden am Laufen halten muss.

Solidarität ist strafbar
Am 17.4. kündigte der Jugendstadtrat Friedrichshain-Kreuzberg zwei mädchen* Zentren vom Träger FRIEDA EV., fristlos und mit sofortiger Wirkung, die Leistungs-verträge. Der Grund dafür war die politische Aktivität von Mitarbeitenden der Einrichtungen. Sie wurden in ihrer Frei­zeit auf Pro-palastinänsischen Demos gesehen und eine Person wollte auf dem Palästina Kongress sprechen. Der Jugendstadtrat, ein CDU Politiker, der früher bei der Poli­zei war, überging sämtliche notwendigen Schritte bevor ei­ne Schließung erlaubt gewesen wäre, wie z. B. eine Ab­mahnung bzw. wurden auch keine eigenen Unter-suchungen durchgeführt. Für politische Stimmungen opfern Politi­ker:innen Mitarbeitende sowie in diesem Fall die zwei ein­zigen Einrichtungen für migrantischge, queere Mädchen* in den Bezirken.

Demo: Am 1. Mai …
Heizen wir den Bossen ein! Vor allem auch den Charité- und CFM-Häuptlingen! Ihr findet uns entweder im Gesundheits­arbeiter:innenblock oder im Block der Sozialarbeiter:innen: Mittwoch, 1. Mai, 10:00 Uhr, Straße der Pariser Kommune.

Über den QR-Code könnt ihr unserer Vitamin C WhatsApp Gruppe beitreten und euch mit anderen Kol­leg:innen austauschen und aktiv werden!

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