„Let’s make money“: Der Film zur Finanzkrise?

Der Filmemacher Erwin Wagenhofer („We feed the world“) hat in einem Film versucht, die kapitalistische Wirtschaft zu erklären. In Interviews mit Tätern, Opfern und „Experten“ der Globalisierung zeigt er, welche Auswirkungen sie für die Menschen mit sich bringt. So wird ein europäischer Unternehmer in seiner indischen Metallfabrik gezeigt, wie er sich über das Fehlen von Gewerkschaften freut. Ein Fondsmanager in Singapur erklärt, dass Ethik keine Frage für Investoren wäre und Stadtplaner decken den Wahnsinn der spanischen Immobilienblase auf.

Eine Erklärung, wie die kapitalistische Ausbeutung funktioniert, bleibt der Film aber schuldig. Er beschränkt sich auf die Auswüchse, die seit der Finanzkrise fast überall kritisiert werden. Aber auch wenn der Film den Kapitalismus nicht erklärt, lohnt es, sich die Auswirkungen anzusehen.

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