Frankreich: Zweiter Streik- und Aktionstag am 18. September zeigt Wut auf Macron, die Reichen und die Bosse

Nach den landesweiten Demonstrationen am 10. September gab es am Donnerstag 18. September einen weiteren landesweiten Aufruf. Mehr als 1 Million Menschen streikten und demonstrierten laut der Gewerkschaft CGT im ganzen Land. Ziel des Aufrufes war, den Sparhaushalt der französischen Regierung zu kippen, doch die Wut auf der Straße war größer und richtete sich darüber hinaus auch gegen die niedrigen Löhne, gegen Betriebschließungen und die Militarisierung.

Die Streiks am 18. September waren bei der RATP (Öffentlicher Nahverkehr in Paris), der SNCF (vergleichbar Deutsche Bahn) und unter den Lehrkräften stark. In Paris ist es den Aktivist:innen gelungen eine Kundgebung direkt vor dem Krankenhaus „Pitié Salpetriere“ zu organisieren, weil die Stimmung dafür kämpferisch war. Einige Gymnasien wurden von den Schüler:innen blockiert usw.

Der Premierminister Lecornu hatte inzwischen auf die Streichung von zwei bezahlten Feiertagen verzichtet, was ein kleines Zugeständnis war. Aber dieser frühere Verteidigungsminister verkörpert den sozialen Krieg und die Militarisierung, die der französische Präsident Macron seit Jahren führt.

Nach diesem erfolgreichen Tag zeigten allerdings die Gewerkschaftsführungen, dass sie die Mobilisierung nicht vorantreiben wollen. Statt einer Fortsetzung der Streiks haben sie lediglich ein „Ultimatum“ an die Regierung gerichtet. Als ob eine Demonstration die ganze Politik der Regierung beenden könnte…

Aber viele sind entschlossen, nicht aufzuhören.
Die Möglichkeit und Notwendigkeit, diese Bewegung weiter zu verbreitern, liegt in den eigenen Händen der Arbeiter:innnen und der bereits zahlreich beteiligten Jugend.

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