Willkommen in Berlin?

Am 21. April haben unsere Kolleg*innen von Eichstätt erfahren, dass die dortige Kinolampen-Produktion ab Herbst 2020 zugemacht wird.

Aber Osram ist großzügig und bietet allen 120 Kolleg*innen an… nach Berlin umzuziehen!

Nach Berlin umziehen… um eine sichere Stelle zu bekommen? Ist das Humor?

Die Abzockerei der „Beschäftigungssicherung“

Eigentlich hatten sich am 14. November 2019 der Betriebsrat des Eichstätter Werks und die Betriebsleitung auf eine Standortsicherung bis Ende 2023 geeinigt. 

Die Kolleg*innen müssten auf Sonderzahlungen verzichten und unbezahlte Mehrarbeit akzeptieren. Am 15.11 betonte der Betriebsrat „die Arbeitszeiten und der Entgeltverzicht müssen in einem Tarifvertrag geregelt werden. Dafür ist die IG Metall zuständig.“.

Und was ergibt die Strategie der Zugeständnisse? Vier Monate später wurde in der Tarifrunde auf jede Lohnerhöhung verzichtet um – laut Bezirksleiter der IG Metall Bayern –  „den Beschäftigten […] wenigstens ein Stück Sicherheit für ihre Arbeitsplätze“ zu geben.

Von der Sicherheit bleibt kein Stück übrig.

Kein Tarifvertrag, keine Vereinbarung kann unsere Zukunft sichern, solange sie nicht hart erkämpft wurden. Nur die Erinnerung eines schmerzhaften Streiks kann eine Betriebsleitung entmutigen, Stück für Stück unsere Situation weiter zu verschlechtern. Die Kolleg*innen von Eichstätt stehen mit dem Rücken zur Wand, und unsere Unterstützung wird gebraucht!

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