
Der aktuelle US-Angriff auf den Iran ist nur der jüngste in einer jahrzehntelangen Reihe von US-Aggressionen gegen dieses Land. Der US-Imperialismus, ob nun unter der Führung der Demokratischen oder der Republikanischen Partei, hat unermüdlich daran gearbeitet, den Iran zu beherrschen und seine Ressourcen zu kontrollieren. Dieser aktuelle Krieg hat nichts mit dem Schutz der USA oder der Verteidigung irgendeines anderen Landes vor dem Iran und seiner angeblichen terroristischen Ideologie oder nuklearen Bedrohung zu tun. Der Krieg hat auch nichts damit zu tun, der iranischen Bevölkerung eine demokratische Zukunft zu ermöglichen. Die Geschichte der imperialistischen Aggression gegen den Iran zeigt, worum es wirklich geht – um die riesigen Ölvorkommen des Iran und seine Unabhängigkeit.

Das Öl und Großbritannien
Im Jahr 1901 unterzeichnete der Schah (König) von Persien ein Abkommen, bekannt als die D’Arcy-Konzession, das einem in Australien geborenen britischen Rohstoffsucher das Recht einräumte, für die nächsten 60 Jahre Öl zu fördern. Obwohl das Land Persien ab 1935 Iran heißt und obwohl die Bedingungen der Konzession im Laufe der Jahrzehnte geändert und überarbeitet wurden, leitete diese Konzession von 1901 eine lange und leidvolle Beziehung zwischen dem Iran und Großbritannien ein.
Nach einer bedeutenden Ölentdeckung im Jahr 1908 wurde die Anglo-Persian Oil Company gegründet. Später änderte sie ihren Namen in Anglo-Iranian Oil Company (AIOC), und noch etwas später entstand daraus der Ölkonzern BP, den wir heute kennen. Trotz der Namensänderungen blieb seine Rolle fast 80 Jahre lang gleich – die Ölgesellschaft stand in erster Linie unter der Kontrolle des britischen Staates, hielt eine Gewinnbeteiligungsvereinbarung mit dem Iran, in deren Rahmen sie die Ölförderung, -raffination und den Export vollständig kontrollierte und 50 % der Gewinne mit dem Iran teilte. Der Schah von Iran und die iranischen Eliten arbeiteten offensichtlich eng mit den Briten zusammen, um es der AIOC zu ermöglichen, jahrzehntelang von der Konzession zu profitieren, und Wissenschaftler sind sich einig, dass die AIOC dem Iran niemals auch nur annähernd die vereinbarten 50 % der Einnahmen zukommen ließ.
In diesen ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde die AIOC zu einer Art Staat im iranischen Staat. Sie besaß Land, betrieb Raffinerien im ganzen Land, wurde vollständig von britischen Ingenieuren und Managern geleitet und beschäftigte etwa 60.000 Iraner, ganz zu schweigen von Zehntausenden anderen, deren Arbeit indirekt von der Ölindustrie abhing. Der Großteil der Gewinne floss an den weit entfernten britischen Staat und die vielen Investoren des Konzerns.
Wie in vielen anderen kolonialen und imperialistischen Verhältnissen begannen die Iraner:innen, nicht nur die Ausbeutung der Bodenschätze durch eine imperialistische Macht zu kritisieren, sondern auch die Ausbeutung der iranischen Arbeiter, die diesen immer profitableren Rohstoffförderten und verarbeiteten. Tausende lebten in kaum befestigten Zeltlagern, wurden schlecht bezahlt oder erhielten gar keinen Lohn und wurden von weißen Vertretern des Unternehmens sowie britischen Beamten vollständig ausgegrenzt und rassistisch misshandelt. In den 1920er Jahren begannen die Arbeiter, sich zu organisieren, einige in kleinen Arbeiterorganisationen, andere um eine illegale Kommunistische Partei, aus der später die Tudeh-Partei hervorging. 1929 und erneut 1946 erschütterten große Streiks den Betrieb der Ölgesellschaft, und diese Streiks weiteten sich zu größeren Generalstreiks aus, die zahlreiche Arbeitsplätze und Industriezweige im gesamten Iran betrafen.
Die Entwicklung einer großen und sich organisierenden iranischen Arbeiterklasse, verbunden mit einer wachsenden Ablehnung gegenüber der AIOC und dem britischen Imperialismus, führte langsam zum Aufkeimen politischer Bewegungen, die darauf abzielten, den britischen Einfluss in Frage zu stellen und ein gewisses Maß an iranischer Souveränität zurückzugewinnen.

1953: Staatsstreich gegen Mohammad Mossadegh
In den späten 1940er Jahren wurde ein intellektueller Reformer namens Mohammad Mossadegh zum Anführer einer Bewegung, die die konstitutionelle Monarchie des Schahs in Frage stellte und freie Wahlen sowie die iranische Kontrolle über die Ölförderung und die Gewinne forderte. Zwischen 1945 und 1951 war Mossadegh ein aufstrebender Politiker, der von einer Handvoll linker und nationalistischer politischer Organisationen unterstützt wurde, darunter zumindest teilweise auch von der mit der Sowjetunion verbundenen „kommunistischen“ Tudeh-Partei. 1949 schlossen sich diese Gruppen zu einer Allianz namens „Nationale Front“ zusammen und wurden zum Instrument, das Mossadegh unterstützte und die britischen imperialen Interessen sowie den Schah, der zu deren Aufrechterhaltung beitrug, herausforderte.
Im Jahr 1951 spitzten sich durch einen weiteren Streik der Ölarbeiter die Spannungen zwischen den Arbeiter:innen, dem politischen System sowie den Briten und der AIOC zu. Nach zwei Wochen beendeten die 50.000 oder mehr Streikenden den Streik mit besseren Löhnen und einer Vereinbarung über Wohn- und Lebensbedingungen. Doch der Konflikt verschaffte Mossadegh auch genau den politischen Rückenwind, den er brauchte, um zum Premierminister der Regierung gewählt zu werden. Sofort und mit breiter Unterstützung der Bevölkerung legte er Vorschläge für Reformen des Wahlsystems und die Verstaatlichung der britischen Ölgesellschaft AIOC vor.
19. August 1953: Die Vereinigten Staaten organisierten mit Hilfe des britischen Geheimdienstes einen Staatsstreich, um die demokratisch gewählte parlamentarische Regierung von Mohammad Mossadegh zu stürzen.
Der Sturz des gewählten Premierministers durch die USA und Großbritannien war die Antwort, auf die ersten Schritte der gewählten iranischen Regierung, die Kontrolle über das iranische Öl zu bekommen, das jahrzehntelang von internationalen Ölkonzernen ausgebeutet worden war. Der Putsch gegen den gewählten Premierminister war ein unverhohlenes Machtspiel, um die Kontrolle über das iranische Öl zu behalten und das iranische Volk daran zu hindern, es zur Entwicklung des eigenen Landes zu nutzen. Dieser Putsch von westlichen Großmächten blockierte eine demokratische und gewisse selbstbestimmte Entwicklung im Iran und hat Folgen für die Entwicklung des Irans in den nächsten Jahrzehnten.
1953 – 1979: Die Herrschaft des Schahs von Iran
Die USA und Großbritannien ersetzten Mossadeghs parlamentarisches Regierung durch die Wiederherstellung der Monarchie unter der Herrschaft des Königs oder „Schahs“. Mit Hilfe der USA und Israels errichtete der Schah einen brutalen Polizeistaat, der jegliche Opposition unterdrückte. Die Geheimpolizei SAVAK inhaftierte oder tötete alle Regimegegner, von Liberalen über Kommunisten und Gewerkschafter:innen bis hin zu Islamisten. Unterdessen profitierte die Regierung des Schahs von den boomenden Ölpreisen. Die Ungleichheit im Iran stieg sprunghaft an, und der Groll gegen den Schah und seine Handlanger wuchs.
1978: Massenaufstände
1978 brach die unter der Oberfläche der iranischen Gesellschaft schwelende Wut offen aus. Es kam zu weitreichenden Protesten gegen den Schah. An den Protesten beteiligte sich ein breites Spektrum von gesellschaftlichen Kräften, darunter Arbeiter:innen, Studierend und Arbeitslose. Die Demonstrant:innenen wurden von unterschiedlichen Beweggründen angetrieben: einige waren linksgerichtet, andere religiös, und viele hatten keinen anderen Antrieb als den Hass auf das Regime.
8. September 1978: „Schwarzer Freitag“
Die Sicherheitskräfte des Schahs töteten Hunderte von Demonstranten in der Hauptstadt Teheran und leiteten damit eine lange Phase blutiger Unterdrückung ein. Welle um Welle marschierten Demonstranten unaufhaltsam auf die Waffen des Militärs zu, bis die Soldaten selbst zusammenbrachen, da sie nicht bereit waren, ihre Brüder und Schwestern zu töten, um das Regime zu schützen. Eine Revolution hatte begonnen.

1979: Iranische Revolution
Die Armee begann, sich mit den Demonstranten zu verbünden. Der Schah hatte die Kontrolle verloren. Am wichtigsten war wahrscheinlich, dass die Ölarbeiter in den Streik traten und damit die Grundlagen der wirtschaftlichen Macht des Regimes erschütterten. Die Arbeiter bildeten Räte, und einige sprachen sich sogar dafür aus, dass die Arbeiterklasse die Gesellschaft übernehmen solle. Die islamischen Revolutionäre, die mit Klein- und Mittelunternehmern verbunden waren, spielten jedoch ihre Kräfte geschickt aus. Einerseits stellten sie sich als moderate Alternative zum Schah dar, andererseits rekrutierten sie arme und arbeitslose Jugendliche mit einer utopischen religiösen Botschaft. Sie setzten bewaffnete Milizen ein, um ihre Gegner zu unterdrücken, und stellten sich an die Spitze der Revolution.
Als der Westen – allen voran die USA – erkannten, dass ihre Marionette, der Schah, nicht mehr zu halten war, nutzten sie das Angebot des islamischen Gelehrten Ayatollah Khomeini, dessen Platz einzunehmen. Ayatollah Khomeini hatte sich in den letzten Jahren als kompromissloser Gegner des Schahs einen Namen gemacht und lebte in Paris im Exil. Über geheime Kanäle gab es einen Austausch mit den USA und anderen iranischen Kräften, um nach dem Sturz des Schah eine neue stabile Regierung zu schaffen. Als Ayatollah Khomeini schließlich in Teheran auf dem Flughafen landete, schaute die Presse der ganzen Welt zu. Auch die sogenannte kommunistische Tudeh-Partei unterstützte dieses Manöver wie viele andere politische Gruppierungen, denn immerhin war der Schah in die Flucht geschlagen.
Im April 1979 konnten die islamischen Revolutionäre unter ihrem Führer, Ayatollah Ruhollah Khomeini, die Islamische Republik Iran ausrufen. Die Repression gegen demokratische Kräfte und vor allem gegen die Arbeiteraktivist:innen begann unmittelbar.
1979 – 1981: Konsolidierung der Revolution
Von 1979 bis 1981 festigten die islamischen Revolutionäre ihre Macht. Eine kurze Phase der Demokratie wurde nach und nach eingeschränkt, als die Islamisten nicht gewählte islamische Institutionen schufen, die den demokratischen Einfluss der Bevölkerung begrenzten. Die Islamische Republik wurde immer repressiver und führte strenge Sittengesetze ein, darunter die Trennung der Geschlechter, Kleidervorschriften insbesondere für Frauen sowie Einschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die liberalen, sozialistischen, kommunistischen und feministischen Gegner des Regimes wurden verboten, inhaftiert und ins Exil getrieben. Gleichzeitig gewann das Regime jedoch an Unterstützung, indem es die Kontrolle über das Öl übernahm und den Reichtum des Iran nutzte, um die Wirtschaft zu entwickeln und der Bevölkerung gewisse Vorteile zu verschaffen, insbesondere der verarmten Landbevölkerung, die bis heute die Unterstützerbasis des Regimes bildet.
1980 – 1988: Iran-Irak-Krieg
Das Regime von Saddam Hussein im benachbarten Irak fürchtete die Ausbreitung der Revolution auf seine Bevölkerung, die mehrheitlich dem schiitischen Zweig des Islam angehört. Der Schiismus ist auch im Iran die vorherrschende Glaubensrichtung und bildet die ideologische Grundlage der Islamischen Republik. Von 1980 bis 1988 erhielt Saddam Hussein die Unterstützung der USA, um in den Iran einzumarschieren und zu versuchen, die Islamische Republik zu zerschlagen. Dies war eine Katastrophe, die in beiden Ländern verheerende Schäden anrichtete. Eine halbe Million Menschen kam ums Leben, und die Bevölkerung sowohl im Irak als auch im Iran wurde wirtschaftlich ruiniert.
1988: Massenhinrichtungen politischer Gefangener
Im Zuge des Iran-Irak-Kriegs fürchtete das Regime im Iran ein Wiederaufleben der Opposition. Tausende linke Aktivisten in iranischen Gefängnissen wurden in einer der bis heute blutigsten Niederschlagungen der Opposition im Iran vor Gericht gestellt und hingerichtet.
1989 – 1997: Mäßigung, Privatisierung und die neue „islamische Bourgeoisie“
In den 1990er Jahren erholte sich der Iran von den Verwüstungen des Iran-Irak-Kriegs. Die Erholung führte zu wachsender Ungleichheit und zur Bereicherung einer neuen Schicht von Managern und Eigentümern, die mit dem Regime verbunden waren. Diese neue „islamische Bourgeoisie“ privatisierte wichtige Industriezweige, kürzte die Sozialleistungen für die Armen und stellte ihren Reichtum vor der Bevölkerung zur Schau.
1997 – 2009: Hoffnungen auf Reformen, die zunichte gemacht wurden
1997 begann das Regime, einige seiner Restriktionen zu lockern, gewährte der Mittelschicht mehr Freiheiten, lockerte die Sittengesetze und gab der Bevölkerung etwas Luft zum Atmen sowie sogar die Hoffnung auf demokratische Reformen. Diese Phase der Öffnung fand 2009 ihr Ende. Bei den Präsidentschaftswahlen in jenem Jahr stand die islamistische Hardliner-Vergangenheit dem demokratischen Reformismus der Gegenwart gegenüber. Massendemonstrationen von Studierenden bedrohten das Regime, und einige Arbeiter:innen begannen, sich über Untergrundgewerkschaften zu mobilisieren. Die nicht gewählte islamische Führung des Regimes manipulierte die Wahl, sicherte den Sieg der Hardliner und zerschlug die Opposition. Sittengesetze und Repressionen wurden wieder eingeführt, und das Regime verschärfte seine Kontrolle. Diese Erfahrung zeigte vielen jungen Iraner:innen, dass Reformen innerhalb des Systems stets an die Grenzen stoßen würden, die von den nicht gewählten islamischen Institutionen des Regimes gesetzt wurden.
2009 – 2016: Die Frage der Atomwaffen
Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war das Regime stark mit seiner wirtschaftlichen Isolation und der militärischen Herausforderung durch die USA und Israel, dem erbündeten im Nahen Osten, beschäftigt. Die Islamische Republik hatte Mitte der 2000er Jahre mit der Anreicherung von Uran begonnen und baute dabei auf die Grundlagen des Atomprogramms auf, das 1957 unter dem Schah mit US-amerikanischer und britischer Unterstützung begonnen worden war. Offiziell diente das Atomprogramm dem Bau von Atomkraftwerken, doch dieselbe Technologie kann auch zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden. Diese Möglichkeit wurde zur Quelle des Konflikts mit den USA und anderen westlichen Mächten. Die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die 1979 nach der Revolution verhängt worden waren, wurden unter dem Vorwand, das iranische Atomprogramm zu unterbinden, verschärft. Die 2008 gewählte US-Regierung unter Barack Obama nutzte Sanktionen als Druckmittel, um das iranische Atomprogramm einzuschränken, was schließlich 2015 zum Iran-Atomabkommen führte. Das Abkommen versprach eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für den Nachweis, dass der Iran sein Atomprogramm reduziert und auf die Energieerzeugung beschränkt.
2016 – 2019: Der Trump-Faktor und wirtschaftliche Instabilität
Die Trump-Regierung kündigte das internationale Abkommen mit dem Iran. Das passierte aber eher aus innenpolitischen Gründen als aufgrund einer rationalen Strategie. Die Trump-Regierung verhängte strengere Sanktionen gegen das Land, während gleichzeitig die Ölpreise auf dem Weltmarkt fielen. Von 2017 bis 2019 wurde der Iran von wirtschaftlichen Protesten erschüttert, da die Inflation es armen Iraner:innen nahezu unmöglich machte, zu überleben. Die Proteste lösten einen Zyklus von Aufständen gegen das Regime aus.
2022: Die „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung
Nach dem Tod von Mahsa Amini, einer jungen kurdischen Frau, die von der Sittenpolizei der Islamischen Republik getötet wurde, brachen 2022 große Proteste aus. Diese Bewegung war ein Wendepunkt, als Tausende Iraner:innen auf die Straße gingen, um nicht nur Zugeständnisse vom Regime zu fordern, sondern sich offen gegen es zu stellen und seinen Sturz zu fordern. Seit 2022 muss sich das iranische Regime nicht nur mit den Herausforderungen durch den Imperialismus herumschlagen, sondern auch mit einer wachsenden Stimmung in der Bevölkerung, für die das Leben unter der Islamischen Republik unerträglich ist und der einzige Weg nach vorne darin besteht, das System zu stürzen.
2023 – heute: Anhaltende Krise
Im Frühsommer 2025 begann eine neue Welle von Arbeiterprotesten und Streiks, die mit dem 12-Tage-Krieg der USA und Israels gegen den Iran zunächst ein Ende fanden. Die Sanktionen des Westens strangulierten die iranische Wirtschaft und machten das Leben für die allermeisten Iraner:innen unerträglich. Ende 2025/Anfang 2026 brachen daher erneut wirtschaftliche Proteste aus, begleitet von Forderungen nach dem Ende der Islamischen Republik. An den Demonstrationen im Iran beteiligten sich schätzungsweise sechs Prozent der Bevölkerung – die größte soziale Mobilisierung im Iran seit der Revolution von 1979. Aus gutem Grund waren die Herrscher der Islamischen Republik in Panik und gingen mit extremer Gewalt gegen die Bewegung vor. 30.000 Menschen wurden getötet oder verschwanden. Die Bewegung konnte das Regime nicht stürzen und wurde im Blut ertränkt. Doch als im Frühjahr die Universitäten wieder öffneten, knüpften die ersten Studierenden an die Proteste an.
2026: Trumps Krieg
Im März 2026, nach einer langen Phase des militärischen Aufrüstens und angeblicher Verhandlungen zur Wiederaufnahme eines Abkommens über Atomwaffen, startete das Trump-Regime gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf den Iran. Trump hat offen den Krieg erklärt und einen Regimewechsel gefordert, wobei er die kriegstreiberische Aggression seines Regimes als Hilfe für die iranische Bevölkerung darstellt. Der Oberste Führer Ali Khamenei, Irans nicht gewählte islamische Autorität, wurde zusammen mit zahlreichen anderen iranischen Amtsträgern schon am ersten Tag des Angriffs getötet. Zwar hat die Trump-Regierung Signale gesendet, dass sie mit einer neuen iranischen Führung verhandeln wolle, die aus dem alten Regime hervorgeht, doch scheint dies angesichts der entfesselten wahllosen Gewalt unwahrscheinlich. Einige der iranischen Machthaber, mit denen die USA angeblich verhandeln wollten, sind bei den Bombardements getötet worden. Unabhängig von der Strategie seitens der Trump-Regierung zieht die Logik der Situation die USA in einen langwierigen Krieg gegen das iranische Volk hinein, um ein Marionettenregime zu erzwingen und den Iran erneut unter die imperialistische Herrschaft der USA zu stellen. In den ersten Tagen dieses Krieges waren gleich etwa ein Dutzend Länder im gesamten Nahen Osten darin verwickelt. Die europäischen Regierungen zögern noch, wann und wie sie sich in den Krieg hineinziehen lassen. Doch das iranische Volk, die Bevölkerung der USA und anderer Länder, deren Leben und Ressourcen verschwendet werden, könnten das letzte Wort darüber haben, wenn wir uns zusammen gegen die Kriegstreiber und Todeshändler in den USA und Israel zur Wehr setzen.
16.03.2026
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