Proteste im Iran breiten sich aus

Zuweilen hat der Tod einer Frau nur vermeintlich Auswirkungen, wie zuletzt bei der Queen, manchmal löst er aber tatsächlich etwas aus, wie nun im Iran.

Seit Tagen toben die Proteste, ausgelöst durch den Tod der 22-jährigen Zhina (Mahsa) Amini, die von der Sittenpolizei wegen „unislamischer Kleidung“ verhaftet wurde – und den Aufenthalt in der Haft nicht überlebte. Demonstrationen brachen im ganzen Land aus und das Regime begegnet ihnen mit harter Repression, bis dato starben über 30 Menschen.

Die Bevölkerung lehnt sich nicht nur gegen den Hijab auf, den zu tragen für jede Frau im Iran verpflichtend ist, sondern gegen alle Repressionen, die auf den Schultern der vor allem jungen Iraner:innen lasten. Konkrete Forderungen nach Lockerungen der restriktiven Kleiderordnung und Gendergerechtigkeit treffen auf den allgegenwärtigen Ruf: „Nieder mit der Diktatur!“.

Zuletzt brandeten die Proteste 2019 auf, damals waren die rasant steigenden Benzinpreise ein Auslöser. Diese waren so bahnbrechend, dass das Regime sich nur damit zu helfen wusste, das Internet auszuschalten.

Außer, dass der Präsident nun einen anderen Namen trägt, hat sich auch wirtschaftlich seither wenig geändert im Iran. Und nun gehen die Leute wieder auf die Straße, denn kein weiterer staatlicher Femizid soll akzeptiert werden. Auch funktioniert das Internet wieder nicht wirklich- und die Sicherheitskräfte greifen hart durch. Bis jetzt lassen sich die Leute aber nicht aufhalten und gehen auf die Straße, Frauen* nehmen ihre Hijabs öffentlich ab und verbrennen diese. Weltweit solidarisieren sich Proteste mit den Menschen im Iran und ihrem Kampf für ein freieres Leben. Hoch die internationale Solidarität!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert