Rechnung nicht bezahlt oder schon Klimapaket?

Rechnung nicht bezahlt oder schon Klimapaket?

Nicht nur bei Regio in Südkreuz, auch bei der S-Bahn Nordbahnhof, zeitweise Treptower Park, Pankow sind die Heizungen ausgefallen. Trotz Plustemperaturen ist es zu kalt.

Die DB ist mal wieder ihrer Zeit voraus und hat schon auf Hitze im Winter Dank Klimawandel umgestellt? Reiner Zufall? Oder ein Wink mit dem Zaunpfahl: husch, husch auf die Führerstände, da ist‘s doch vergleichsweise gemütlich…

ODEG mit neuem Häuptling

Schniering wechselt an die Spitze der ODEG, nachdem er zuletzt mehrere Jahre bei Regio Produktionschef war. Was können wir den Kollegen bei ODEG mitgeben?

Solche Leute dienen in erster Linie ihren Herren, also den Eigentümern, sei es bei Regio oder anderswo. Und wenn die Geschäftspolitik ist, lieber schrottige Fahrzeuge rumfahren zu lassen, das Geld bei uns knapp zu halten und bei uns jede Minute rauszusaugen, dann sind Geschäftsführer und Leiter die, die das umsetzen sollen. Oder sie wechseln zur „Konkurrenz“, wenn‘s nicht mehr passt und sind im Zweifel abgesichert, während wir die Suppe auslöffeln sollen. Es gibt eben einen Unterschied zwischen einem Manager und einer normalen Bahnerin.

Aber Kollegen bei der ODEG, keine Sorgen, es wird eher alles beim Alten bleiben, denn der alte ODEG-Chef wird der „neue“ Berater. Ja, ja, diese ewigen Beraterverträge.

Rückenwind

Letzten Freitag braute sich was im Friedrichshain zusammen: ein paar Dutzend Leute trafen sich, um über die Ausschreibung der S-Bahn zu diskutieren. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht über die Privatisierung und Ausgliederung bei der BVG, den Vivantes Krankenhäusern und so weiter. Überall hat das nur Mist gebracht. Eine alte Lehre ist, dass Verhandlungen um kleine Verbesserungen und tarifliche Regelungen hier und da, die Verschlechterungen nicht aufhalten. Besser, ganz frontal „nein“ sagen.

Wir sind sowieso gegen die Ausschreibung, weil diese Zerschlagung total daneben ist. Aber wir sind nicht die Einzigen, die diese Ausschreibung und Zerschlagung nicht wollen. Diese Gruppe verschiedener Aktivisten will zusammen mit den Studenten von Fridays For Future was auf die Beine stellen mit der klaren Ausrichtung: Keine Ausschreibung! Keine Privatisierung!

Warum nicht versuchen, die Ausschreibung ganz zu verhindern und die potentiellen „Wettbewerber“ ordentlich erschrecken?!

Charité – CFM: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn!

In dieser und letzter Woche streikten die Kollegen von der CFM (Charité Facility Management). Der sogenannte Servicebereich ist vor fast 14 Jahren ausgegliedert worden und ist heute – nachdem Dussmann viele Jahre gut verdient hat – eine 100%ige Tochter der Charité. Seit der Ausgliederung wurden die Arbeitsbedingungen total verschlechtert, vor allem die Löhne sind im Keller. Bis heute sind die Arbeitsbedingungen weit entfernt von denen in der Charité selbst.

Über 300 Kollegen aus verschiedenen Bereichen waren deshalb bei den Warnstreiks draußen und forderten Lohnerhöhungen. „Tarifvertrag jetzt“ war am meisten zu hören. Die CFM-Geschäftsleitung gab sich Mühe, ein relaxtes Gesicht aufzulegen und zu verbreiten, dass der Streik überhaupt keine Wirkung hätte. Verschobene oder abgesagte OPs, Patienten, die nicht rechtzeitig zur Untersuchung gekommen sind…keine Wirkungen? Das Material wurde auf den Stationen knapp, die komplette Sterilisation am CVK im Wedding war lahmgelegt und die Feuerwehr hat sogar angeordnet, dass die Häuser in Mitte und Steglitz für beide Tage nicht mehr angefahren werden sollen. Und das alles nach nur zwei Tagen! Warum hat verdi dann nicht gleich alle Bereiche unbefristet zum Streik aufgerufen, angesichts dieses Erfolges?

Die CFM will nur lausige 11 Euro pro Stunde für die Krankentransporter zahlen, nach 14 Jahren Betriebszugehörigkeit erreicht man dann die höchste Stufe mit gigantischen… 12 Euro! Für Leitwartenhandwerker soll es zwischen 13 und 14 Euro geben. Sollen sie doch endlich den Lohn und die Arbeitsbedingungen geben, die den Kollegen zustehen, und das ist der Tarifvertrag, der im Krankenhaus gilt.

Wird die Deutsche Bank bald rot?

Sigmar Gabriel, der SPD-Vorzeige-Sozialist, der Kämpfer für Gerechtigkeit, der uns viele Jahre in allen möglichen Funktionen vor der Nase rumtanzte, wechselt in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank.

Diese kriminelle, mega-kapitalistische Heuschrecke kriegt einen Sozen in die Führungsriege. Das ist toll! Gabriel wird den Laden sicher in Richtung Gerechtigkeit auf Kurs bringen (wenn nicht sogar in den sozialistischen Hafen steuern… aber pssst). Das wäre mal was. Viel Glück!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.