
In den vergangenen Monaten haben wir unsere Entschlossenheit, bei den Europawahlen am 9. Juni 2024 anzutreten, immer wieder bekräftigt. Diese Wahlen werden die Politik im Frühjahr dieses Jahres europaweit prägen. Nun sind wir nach den letzten Monaten, in denen wir gemeinsam die Weichen für die politische und finanzielle Umsetzung dieses Projekts stellen konnten, in der Lage, bei den Europawahlen anzutreten. Auf unserer Liste werden Arbeiter:innen aus dem privaten und öffentlichen Sektor, Student:innen und junge Lohnabhängige stehen, die sowohl unsere landesweite Verbreitung als auch die Dynamik unserer Partei und unseres Jugendsektors repräsentieren. Anderthalb Jahre nach dem fünften NPA-Kongress1 werden wir zu dieser Wahl die Kontinuität unserer kommunistischen, revolutionären und internationalistischen Strömung vertreten, für die Wahlen nicht das Leben verändern werden, aber eine gute Gelegenheit bieten, in einem viel größeren Maßstab für die Dringlichkeit, dem kapitalistischen System ein Ende zu bereiten, einzustehen.
Unsere Liste wird das Sprachrohr für die Wut und die Kämpfe der Ausgebeuteten und Unterdrückten auf einem Kontinent sein, auf dem die große Mehrheit der Bevölkerung mit Löhnen, Renten und Abfindungen überlebt, die von der Inflation zunehmend aufgefressen werden, während sich die großen kapitalistischen Konzerne die Taschen voll machen, vor allem diejenigen, die durch Krieg und Ausbeutung Milliardengewinne einstreichen. Mit unserer Liste werden wir die Notwendigkeit verteidigen, dass sich alle Arbeiter:innen auf dem Kontinent vereinen, um gemeinsam für ein Leben in Würde kämpfen: 400 Euro mehr für alle, kein Einkommen unter 2000 Euro! Wir werden uns weiterhin radikal gegen die Mauern und den Stacheldraht der „Festung Europa“ stellen, mit denen alle politischen Parteien im Dienste der Bourgeoisie verhindern wollen, dass Menschen nach Europa fliehen. Die politische Entwicklung nach rechts, der Durchbruch rassistischer, nationalistischer, sexistischer Vorurteile sind keine spontane Reaktion der Arbeiter:innenklasse auf die Verschärfung ihrer Schwierigkeiten: Sie werden von der herrschenden Klasse vorangetrieben und aufrechterhalten und zwar durch diejenigen, die in ihrem Namen in ganz Europa regieren, ob sie nun Meloni, Orbàn oder Macron heißen. Wir verteidigen offene Grenzen und die Freizügigkeit für alle Menschen. Nieder mit der extremen Rechten und allen, die ihr mit ihrer fremdenfeindlichen und unsozialen Politik den Weg ebnen! Wir stehen dafür, dass es denjenigen, die arbeiten und den gesamten Reichtum der Gesellschaft produzieren, obliegt, über ihr Schicksal, das der Menschheit und des Planeten zu entscheiden. Es ist an der Zeit, dass eine andere Gesellschaft entsteht, die frei von Elend, Ausbeutung und Unterdrückung ist. Dafür vertrauen wir keiner Institution, keiner politischen Kraft, die sich mit der Klassengesellschaft abfindet, die darauf beruht, dass sich einige wenige an den gemeinsamen Gütern und Ressourcen bereichert.
Unsere Kampagne wird völlig unabhängig von der institutionellen und reformistischen Linken sein, insbesondere von ‚La France insoumise‘, die ein Programm vertritt, das mit der Aufrechterhaltung des kapitalistischen Systems vereinbar ist. Wir hätten uns gewünscht, dass unsere Liste von verschiedenen Teilen der radikalen Linken getragen wird, und haben uns in diesem Sinne an ‚Lutte Ouvrière‘ gewandt, die unseren Vorschlag abgelehnt haben. Wir sind dankbar für jede Hilfe, die diejenigen leisten können, die sich in unserem Programm wiederfinden. Ansprechpartner:innen unserer Kampagne sind Selma Labib, Gaël Quirante, Armelle Pertus und Damien Scali. Sie sind bereit, auf alle Anfragen zu antworten und bereiten sich auf eine Reihe öffentlicher Versammlungen im ganzen Land vor.
Diese Pressemitteilung erschien am 26. Februar 2026 auf der website der NPA: https://nouveaupartianticapitaliste.fr/communique-cest-officiel-le-npa-sera-bien-present-aux-elections-europeennes/
- beim 5. Kongress hat sich ein Teil um die historische NPA-Leitung abgespalten, um sich mehr in Richtung der reformistischen Linken zu orientieren
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