
Vom 9. bis 16. Mai fand das „Stop Nakba Now“ Camp in Hamburg statt, um gegen die fortdauernde Unterdrückung der Palästinenser:innen und die Mittäterschaft Deutschlands ein Zeichen zu setzen. Organisiert von einem bundesweiten Bündnis wurde dieses Camp von mehreren Hundert Aktivist:innen besucht, betreut, und wurde zu einer Gelegenheit diesen Kampf mit all den Kämpfen gegen Kapitalismus zu vernetzen. Zum Ende des Camps gab es am 16. Mai eine Demonstration mit mehreren Tausend Teilnehmer:innen. Dass das Bündnis Hamburg als Ort ausgewählt hatte, ist kein Zufall, sondern Ausdruck der zentralen Rolle des Hamburger Hafens und der Reederein wie Hapag Lloyd, Maersk sowie MSC als Knotenpunkt für Waffenlieferungen nach Israel.
Die Fülle an gut besuchten Workshops und Diskussionen themasierten verschiedene Aspekte der Palästinasolidarität, u.a. die Frage, die Palästinasolidarität in die Betriebe zu tragen (Hafenarbeiter:innen aus Italien, Griechenland, und aus Hamburg, sowie Aktivist:innen rund um den Leipziger Flughafen, die sich gegen Waffenlieferung einsetzen, aber auch Techworker und Gewerkschafter:innen berichteten und diskutieren). Gleichzeitig war die Verbindung mit anderen Bewegungen, vor allem antimilitarischen Bewegungen konkret. So veranstaltete das Hamburger Schulstreikkomitee eine lebendige Debatte über die Bewegung, und um den letzten Aktionstag zu bilanzieren.
Die Palästinasolidarität steht weltweit und v.a. in Deutschland vor der Herausforderung, die Bewegung aufrecht zu erhalten, trotz des angeblichen „Friedensplanes“ für Gaza. Das Problem bleibt bestehen, aber das Camp war ein Schritt nach vorne. Es liegt an uns, diese Kämpfe gegen den Genozid, gegen Militarisierung, und Sozialabbau voran zu treiben. Das Bündnis „Bridges of Resistance“ hat schon auf das nächste wichtige Ereignis hingewiesen: und zwar die Mïlitärübung in Hamburg „Red Storm Charlie“ ab 24. September.


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