Seit zwei Monaten gehen StudentInnen
aus England und Italien immer
wieder auf die Straße. Sie wollen sich
gegen die Kürzungen im Bildungsbereich
und gegen zunehmende Elitenbildung
wehren.
In Italien wird massiv gekürzt: 30%
der Gelder werden gestrichen. Teile des
Forschungs- und Universitätsbereiches
sollen privatisiert und Stipendien für
ärmere Studenten gekürzt werden. Dafür
sollen künftig Millionen in Elite- und
Privatuniversitäten investiert werden.
Zehntausende sind schon auf die Straße
gegangen. Nicht nur Schüler und
Studenten, auch Arbeiter und Arbeitslose,
die Angst um die Zukunft ihrer
Kinder haben. Die Regierung hat Angst,
dass sich der Protest ausweiten könnte,
ein Minister forderte die Eltern dazu auf,
ihre Kinder zu Hause einzuschließen, damit
sie sich nicht an den Protesten
beteiligen können.
In England wird für Viele das Studieren
in Zukunft unmöglich: Die schon
jetzt enormen Studiengebühren sollen
verdreifacht werden. Unis können dann
bis zu 9.000 Pfund (ca. 10.341 Euro)
pro Jahr von jedem Studenten verlangen.
Nur noch gut Verdienende können
sich so was leisten.
Auch in Deutschland ist Studieren in
den letzten Jahren durch Studiengebühren
schwerer geworden. Das bayrische
Bildungsministerium hat in einem internen
Papier zugegeben, dass die
Studiengebühren nicht zu einer Verbesserung
der Studiensituation führen,
wie sie es bei der Einführung versprochen
hatten. Auch hierzulande wird
immer mehr auf Elitenbildung gesetzt.
Es wird Zeit sich zu wehren.
