Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Deutschland

Am 1. März läuft die Friedenspflicht aus. Die Gewerkschaft IG Metall geht mit recht zahmen Forderungen in den Kampf. Sie will „Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten und die Einkommen stärken – mit einem Volumen von 4 Prozent“. Die Unternehmen dagegen wollen weder Lohnerhöhungen noch Garantien für Arbeitsplätze aussprechen. Sie verweisen dabei auf die aktuelle Coronasituation. Aber allein die drei Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen fuhren zwischen Juli und September 8,7 Milliarden Euro Gewinn ein. Insgesamt macht die Branche weniger Gewinn als 2019, steht aber insgesamt viel besser da als in vergangenen Krisen. Außerdem blicken sie in eine gute Zukunft: „Die Unternehmensgewinne dürften 2021 und 2022 deutlich wachsen“, prognostizieren die Ökonomen der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, außerdem sind „überproportionale Gewinnsteigerungen bei einzelnen Konzernen denkbar, weil 2020 die Kosten gesenkt wurden.“ Es gibt also keinen Grund für die Gewerkschaft Bescheidenheit zu zeigen – Verzicht gab es bereits auch immer in „erfolgreichen“ Jahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert