
Seit einigen Wochen gibt Emmanuel Macron vor, über „die unerträgliche humanitäre Lage in Gaza“ beunruhigt sein, während er gleichzeitig behauptet, er wolle „die Erreichung eines Waffenstillstands“ zu seiner Priorität machen. Aber um die Waffen zum Schweigen zu bringen, darf man eben auch keine liefern!
Auch Macron liefert weiterhin Waffen an Israel
Die Investigativ-Website Disclose berichtete am Mittwoch, den 4. Juni, dass ein Frachter aus Israel am nächsten Tag im Hafen von Fos-sur-Mer (Marsaille) anlegen würde, um 14 Tonnen Ersatzteile für militärische Ausrüstung an Bord zu nehmen. Die von der französischen Firma Eurolinks hergestellten Komponenten sollten anschließend an Israel Military Industries, einen der Hauptlieferanten der israelischen Armee, geliefert werden.
Sie werden insbesondere in der Munition für die Maschinengewehre der israelischen Armee verwendet.
Die gleiche Munition wurde beispielsweise beim „Mehlmassaker“ am 29. Februar 2024 verwendet, als israelische Soldaten auf eine Menge hungernder Palästinenser schossen, die bei einer humanitären Verteilung etwas zu essen holen wollten. Dabei wurden mehr als 100 Palästinenser getötet.
Anfang Oktober 2024 sprach sich Macron für die Einstellung von „Waffenlieferungen zur Durchführung von Kämpfen in Gaza“ aus und behauptete: „Frankreich liefert keine Waffen“.
Dennoch schickte Eurolink am 4. April und am 22. Mai die gleiche Art von Ladung nach Haifa.
Während Emmanuel Macron vor kurzem behauptete, er wolle seine Position gegenüber der Regierung Netanjahus verschärfen, zeigen diese Enthüllungen die ganze Heuchelei und den Zynismus der französischen Politik der Unterstützung Israels. Für Frankreich wie auch für die anderen imperialistischen Mächte, allen voran die USA, ist der jüdische Staat ein Relais, auf das man sich stützen kann, um in der Region für Ordnung zu sorgen, so gegen die Huthi Rebellen , die deren Profite gefährden.
Nach Aussagen der französischen Gewerkschaft CGT der Hafenarbeiter von Fos-sur-Mer wurde die Ladung, die am Donnerstag verladen werden sollte, beiseite gestellt und die Hafenarbeiter*innen weigerten sich, sie zu verladen. Am Donnerstag stellten sie auch zwei Kisten Kanonenrohre, die von der Firma Aubert et Duval in Firminy hergestellt wurden, weg.
Hafenarbeiter in Genua haben sich auch dazu bereit erklärt Waffenlieferung nach Israel zu blockieren.
Solche Stellungnahmen gehen in die richtige Richtung! Sie erinnern daran, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter, die alles am Laufen halten, in der Lage sind zu handeln, um den laufenden Völkermord in Gaza zu verhindern. Sie erinnern auch daran, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gegen Netanjahus kolonialistische und völkermörderische Politik sind, wie die Demonstration von Hunderttausenden am Mai in Den Haag/Niederlande gezeigt hat.

In der Erklärung der GEwerkschaftsortsgruppe heißt es:
„Der Hafen von Fos mit seinen westlichen Becken darf nicht dazu genutzt werden, Munition oder Waffen für irgendeinen Krieg zu verschiffen.
Die Beschäftigten des Hafens von Fos wollen nicht zu Komplizen von Massakern und dem Verlust von Menschenleben werden.
Wenn einige weiterhin versuchen, diese Art von Gütern durch unseren Hafen zu schleusen, dann werden wir in den kommenden Tagen und Wochen anders reagieren und alle Hafenarbeiter und Hafenarbeiter des Golfs von Fos mobilisieren.
Für den Frieden zwischen den Völkern,
Es lebe die kämpfende Arbeiterschaft!
Es lebe die CGT!“
Beitragsbild: https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ports/2810?name=FOS-SUR-MER&country=France
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