Anderle, Anderle
Klug sind sie, die mexikanischen Kolleg_innen, die die
Heepe angeworben hat. Denn 8 von den 30 sind schon
von ihrem Plan, an der Charité zu arbeiten, abgesprungen
(bevor sie überhaupt angefangen haben). Schade für uns,
denn gerne hätten wir uns mit den Kolleg_innen
ausgetauscht und gemeinsam für ein bedarfsgerechtes
Gesundheitssystem in Mexico und in der BRD eingesetzt.
Und schade für die Charité, denn die Heepe dürfte sich
Reise und Zeit in Mexico ordentlich bezahlen lassen
haben. Heepe jedoch berichtet in ihren Interview von nur
einer Pflegekraft, die später zur Erkenntnis gekommen ist
und zurück nach Mexiko ging. Aus den Augen, aus dem
Sinn.
Lieber Nein sagen…
Das Angebot der CFM vom letzten Jahr steht immer noch
im Raum: drei Jahre Laufzeit für 11€ (bzw. 11,50€). Für ca.
1600 Kolleg_innen ist dies zwar eine Lohnerhöhung (das
muss man sich mal vorstellen!), doch wird dieser Tarifvertrag
uns für ganze drei Jahre die Hände binden. Auch ohne
TV werden diese 11€ wahrscheinlich früher oder später
durchgesetzt werden (Müller hat‘s ins Spiel gebracht). Warum
also jetzt die Hände in den Schoß legen, wenn das
Konsortium uns Ende 2018 endlich verlässt, die Gestellten
bald ihren Status verlieren (und potentielle Verbündete
werden) und die Kämpfe an der Charité, bei der VSG und
Vivantes weitergehen?
Wer keine Wahl hat, hat auch keine Qual
Am 06. März wird der oder die neue ärztliche Direktor_in
an der Charité gewählt. Zur Wahl stehen – es wird sicherlich
ein Kopf an Kopf Rennen geben – Ulrich Frei und niemand
anderes. Das ist ja genauso spannend wie die Bundestagswahl…
Weihnachtsgruß der Geschäftsführung
Viele von euch haben sie wahrscheinlich gelesen und sich
köstlich amüsiert oder geärgert. Wir gemeinsam haben etwas
dazu zu sagen: Danke für nichts!
Eine Reaktion auf den Personalmangel
Ein Krankenhaus in Donauwörth macht Schlagzeilen: aufgrund
von Personalmangel wurden Betten im Auftrag des
Verwaltungsrates gesperrt! Und es kommt noch besser:
der Verwaltungsrat will zukünftig die Zahl der Patient_
innen an der Zahl der Pflegekräfte orientieren. Hört,
hört Frau Heepe und Herr Einhäupl.
Gröhes Nachfolge
Die Beste aller Pflegechefs mit Bachelorambitionen hat
Verständnis für unseren Streik 2015. Aber 2017 fand sie
ihn völlig unangebracht. Denn sie hätte doch für fast 300
zusätzliche Pflegekräfte gesorgt. Von Entlastung ist nichts
zu spüren und nachzählen können wir nicht, denn die Bachelorette
erfüllt den Tarifvertrag noch immer nicht. So
wird u.a. das vereinbarte Reporting noch immer von ihr
torpediert. Die Verhandlungsverpflichtung vom September
2017 zum Tarifvertrag Gesundheitsschutz führte offenbar
bei ihr zu einem vorzeitigen Einsetzen des Winterschlafes.
Aus dem sie nun kurzzeitig erwacht ist um der Zeitung „Die
Schwester/Der Pfleger“ ein wirklich aufschlussreiches Interview
zu geben. Bewirbt sie sich jetzt schon für die Nachfolge
von Gröhe? Das Schönreden beherrscht sie jedenfalls
schon bestens.
Ohne Menschen keine Erlöse
Die Bachelorette hat in derselben Postille für sich erkannt,
dass es ohne Menschen keine Erlöse gäbe und mühevoll
dem Vorstand beigebracht, dass er die Menschen nicht nur
als Kostenfaktor ansehen soll. Sie will… die Menschen! Als
Patient – für die Erlöse, als Beschäftigte – für die Erlöse, als
Untergebene – für die Erlöse, als Centrums-Stations – oder
was auch immer für Leitung – für die Erlöse, als Beauftragte
für x und für y – für die Erlöse, als allerbeste Freundin –
für die Erlöse! Sie liebt uns halt alle!
Aufgepasst!
Liebe Assistenzärzt_innen und Oberärzt_innen, es gibt einen
Preis zu gewinnen. Ausgelobt vom Marburger Bund
für Persönlichkeiten, „die sich in herausragender Weise für
die Verbesserung von Arbeitsbedingungen von angestellten
Mitarbeitern in Gesundheitsberufen“ einsetzen. Die
beste Gelegenheit, sich für diesen Preis zu qualifizieren
sehen wir in eurem solidarischen Verhalten gegenüber den
Aktionen und Streiks der Pflegekräfte und anderer Berufsgruppen
für mehr Personal. Wir würden auch gleich noch
einen Preis dazu verleihen, nämlich den für wichtige Brückenbauer
zur Überwindung der von den Chefs und der
Politik künstlich geschaffenen Spaltungslinien zwischen
uns Malochern in weiß oder blau. Na, wie wäre es?
Pflege Macht Krank
Und zwar die Beschäftigten. Der Krankenstand bei den
Pflegenden in Berlin und Brandenburg liegt klar über dem
Bundesdurchschnitt. Wer die Bedingungen in den hiesigen
Kliniken kennt, der weiß warum. Und die sagen hoffentlich
viel öfter: Pflege Macht Krank.
Endlich entdeckt!
Das war uns ja schon richtig peinlich, ehrlich. Unser Vorsteher
Einhäupl und seine Direktöse Heepe erzählen landauf,
landab, sie hätten 270 neue Charitéler_innen „implementiert“.
Aber so sehr wir uns auch angestrengt haben, in
den Schichten auf Station – einfach nicht zu entdecken,
diese neu “Implementierten“. Doch jetzt wurden die ersten
gesichtet! Bei der Neubesetzung der kaufmännischen Direktion
im CC 1-4 wurden aus einem Direktor drei neue Direktorinnen.
Juhu! Die anderen 267 Neuen entdecken wir
jetzt bestimmt auch noch.
Auch ein schlechter Ruf verpflichtet
Jetzt lässt also die CFM gerichtlich prüfen, ob sie verpflichtet
ist, Verlautbarungen des Betriebsrates im Intranet zu
veröffentlichen. Aber Hallo, lieber „Sozialpartner“, wat sin
mer heute wieder klassenkämpferisch drauf? Das klingt jedenfalls
nicht gerade nach „Betriebsfrieden“ oder wie das
im Betriebsverfassungsgesetz heißt.
