„Transparent, stabil und gerecht.“ So
feierte sich Bundesgesundheitsminister
Rösler selbst, als die seit 1. Januar gültige
Gesundheitsreform beschlossen
wurde. Ein paar wenige Leute werden
ihm sogar zustimmen – Eigentümer
und Aktionäre von Pharmakonzernen
und private Krankenhausbetreiber.
Blöd ist es nur für die mehr als 50
Millionen gesetzlich Krankenversicherten,
die für immer teurere Beiträge
praktisch immer weniger Leistungen
erhalten. Blöd ist es auch für die, die
als Kranke oder Beschäftigte einem
System ausgeliefert sind, das auf einem
„Gesundheitsmarkt“ Gewinne für Wenige
erwirtschaften soll, statt für die vielen
Patienten da zu sein. Erst einmal
wird der Beitragssatz auf 15,5% erhöht,
wobei der Arbeitgeberanteil bei 7,3%
eingefroren wird. Weitere Erhöhungen
tragen ausschließlich die Versicherten.
Die Kassen erheben Zusatzbeiträge,
einkommensunabhängig. Direktor und
Azubi zahlen also das Gleiche. Das hält
die FDP für Gerechtigkeit. Halt! Herr Direktor
sind doch privat versichert, an
wesentliche Verbesserungen für private
Krankenkassen wurde natürlich gedacht.
„Aber wir haben das Preismonopol
der Pharmaindustrie gebrochen!“ behauptet
Minister Rösler. Klar doch –
selten so gelacht, Herr Minister. Das
jetzt eingeführte System der Preisfestsetzung
haben die Pharmakonzerne
vor Jahren selbst vorgeschlagen!
Etwas Kosmetik… und die Gewinne
können weiter sprudeln. 2011 will
sich Rösler mit einer Neuregelung
der Pflegeversicherung befassen. Wer
dann zahlt und wer kassiert dürfte klar
sein – wenn wir ihn machen lassen…
