www.gleichearbeit-gleichesgeld.de?

Die Arbeitsbedingungen in deutschen
Unternehmen verschlechtern sich seit
Jahren. Der Anteil von Leiharbeit, Befristung
und Werksverträgen steigt. Die
Zahl der Leiharbeiter überschreitet die
Millionengrenze. Höchste Zeit also, sich
zu wehren. Das haben auch unsere
Gewerkschaften erkannt – und so organisieren
sie den Widerstand.

Wie macht man das eigentlich, zum
Beispiel als IG Metall (mit immerhin
2,3 Millionen Mitgliedern)? Man macht
eine Kampagne. Was ist das denn?
Zuerst einmal jede Menge Presseerklärungen.
Da werden die Zustände
angeprangert. Richtig so! Und es werden
Lösungen verlangt. Welche? Bessere
Gesetze! Und zwar von den gleichen
Leuten, die die derzeitigen Gesetze
gemacht haben. Wie will man die dazu
bringen? Indem man ihnen erst mal
noch mehr Presseerklärungen vor den
Bug knallt – ha, mit uns ist nicht zu
spaßen! Und wir richten eine Internetseite
ein (siehe Überschrift). Schaut
man sich die an, sieht man allerdings
unsere Gewerkschaftsoberen in ziemlich
schlechter Gesellschaft.

Als Schirmherren der Kampagne sehen
wir da die früheren Arbeitsminister
Blüm und Riester. Moment mal – das
sind doch genau die, die die heutigen
Gesetze „auf den Weg gebracht haben“.
Wieso verbünden wir uns eigentlich
mit denen? Doch irgendwie scheint
das auch noch nicht zu reichen. Also
rief die IG Metall zum Aktionstag am
24. Februar.

Und hier bewiesen 210.000 Kollegen
überall im Land mit vielfältigen Aktionen,
dass sie kämpfen wollen und
können. Denn eins steht fest – nichts,
aber auch gar nichts ist in diesem
Land den Arbeitern jemals durch die
Einsicht von Unternehmern oder Politik
geschenkt worden. Betriebliche
Mitbestimmung, Lohnfortzahlung bei
Krankheit, Fünf-Tage-Woche – all das
war das Ergebnis harter und langer gewerkschaftlicher
Kämpfe, wirklicher
„Kampagnen“ mit Streiks und Demonstrationen.
Und deshalb der Vorschlag
für die nächste Internetseite: www.
gleicheinteressen-gleicherkampf.org

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