Am 31. Mai hat das israelische Militär
einen internationalen Schiffskonvoi mit
Hilfsgütern für den Gazastreifen geentert.
Dabei wurden neun Menschen
getötet und über vierzig verletzt.
Das war kein Unfall, sondern Teil des
Spiels aus Gewalt und Provokation,
welches die verschiedenen israelischen
Regierungen schon lange mit den Palästinensern
spielen.
Seit drei Jahren ist die Grenze zu
Gaza von Israel abgeriegelt. 1,5 Millionen
Menschen leben hier, die große
Mehrheit in Armut. 70% sind nicht in
der Lage, ihren täglichen Nahrungsmittelbedarf
ohne zusätzliche Hilfe zu
decken.
Die Situation hat sich verschlechtert
seit dem letzten Krieg, den der israelische
Staat im Winter 2008/2009 gegen
Gaza geführt hat. Etwa 1.400 Zivilisten
starben, mehr als 50.000 wurden obdachlos,
die Infrastruktur wurde
weitgehend zerstört. Es hieß, dass man
die Palästinenser erziehen müsse, bis
sie es nicht mehr dulden würden, dass
die religiösen Extremisten der Hamas-
Führung Raketen auf israelisches Gebiet
schießen.
Der Krieg und die Aktion gegen den
Hilfskonvoi zeigen: Es geht nicht um
Frieden, sondern um militärische Beherrschung.
Aber das bringt immer nur
neue Gewalt und neue Radikalisierung
auf beiden Seiten!
Weder Israelis noch Palästinenser
dürfen sich noch länger durch ihre Führungen
gegeneinander aufbringen lassen.
Sie müssen erkennen, dass ihre
Führungen aus herrschende Klasse Israels
und palästinensischen Extremisten
diesen Konflikt benutzen – und ihn
regelmäßig für ihre eigenen Interessen
schüren.
