Der Krieg gegen Gaza befeuert eine Eskalation im Nahen Osten

Israels mörderischer Krieg gegen das palästinensische Volk wütet nun schon seit mehr als drei Monaten. Mehr als 27.900 Palästinenser:innen wurden getötet. Die UNO schätzt, dass 1,7 Millionen Palästinenser:innen, mehr als 75% der Bevölkerung im Gazastreifen, vertrieben wurden. Israel hat seinen Krieg auf das besetzte Westjordanland ausgeweitet, wo seit dem 7. Oktober über 380 Palästinenser:innen getötet wurden. Während dieses Massakers hat sich Israels Schreckensherrschaft über die Grenzen Palästinas hinaus ausgebreitet und droht, einen Konflikt in der gesamten Region auszulösen.

Im gesamten Nahen Osten gibt es eine breite Unterstützung für den palästinensischen Widerstand. Er ist für die Menschen in der Region ein Symbol der Folgen der US-amerikanischen und europäischen Vorherrschaft.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat der US-Imperialismus seine Präsenz und Kontrolle über den Nahen Osten ausgebaut. Die Region verfügt über enorme natürliche Ressourcen und liegt strategisch günstig an den Land- und Seewegen für den internationalen Handel. Die Unterstützung des israelischen Krieges gegen den Gazastreifen ist eine Fortsetzung der Bemühungen der USA die Region zu beherrschen, wie sie es in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Irak und in Afghanistan getan haben.

Die Vorherrschaft der USA und anderer europäischer imperialistischer Mächte hat viele Feinde geschaffen. Der mächtigste ist das iranische Regime, das seit der Revolution von 1979 und dem Sturz der von den USA gestützten Diktatur von den USA bedroht wird. Der Iran unterstützt Milizen in der Region, die sich im vergangenen Monat bewaffnete Auseinandersetzungen mit US-amerikanischen und israelischen Streitkräften geliefert haben. Der Iran behauptet, mit seinen Aktionen die Palästinenser:innen zu unterstützen. Aber wie die USA kämpft er um wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der Region.

Die USA haben mehrere Militärstützpunkte im Irak und in Syrien, die von den vom Iran unterstützten Milizen angegriffen wurden. Daraufhin schlugen die USA mit Drohnenangriffen zurück, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden. Anfang Januar flog Israel zwei Luftangriffe auf Beirut, die dicht besiedelte Hauptstadt des Libanon, bei denen ein hochrangiger Hamas-Führer getötet wurde.

Als Vergeltungsmaßnahme gegen die USA und Israel greifen Rebellengruppen im Jemen Frachtschiffe an, die versuchen, durch das Rote Meer und den Suezkanal zu fahren. Etwa 12 % des Welthandels werden über diese Wasserstraßen abgewickelt, so dass diese Angriffe den Welthandel erheblich gestört haben. Als Reaktion darauf eskortieren die USA und ihre Verbündeten Handelsschiffe durch diese Wasserstraßen. Die Bundeswehr wird daran beteiligt sein. Einige internationale Schifffahrtsunternehmen haben ihren Betrieb in diesen Gebieten vorübergehend eingestellt und sind gezwungen, längere und teurere Routen zu nehmen.

Das Ergebnis des israelischen Krieges bedeutet, dass wir uns in einer hochgradig instabilen Situation befinden, in der sich jeden Moment ein ausgewachsener regionaler Krieg entwickeln kann. Und angesichts der Bündnisse, die die Regime dieser Länder mit Russland, China und anderen Ländern unterhalten, droht im Hintergrund ein noch größerer Krieg.

Israels Krieg gegen die Palästinenser:innen ist nur durch die volle Unterstützung der US-Regierung möglich. Sie hat Israel seit den 1950er Jahren mehr als 300 Milliarden Dollar an Militärhilfe gewährt, um die Rolle des US-Polizisten in der Region zu spielen. Die Gefahr eines noch größeren Gemetzels ist erschreckend.

Das bedeutet, dass wir uns organisieren und noch aktiver werden müssen. Wir müssen unsere Kräfte gegen diesen mörderischen Krieg gegen die Palästinenser:innen und die anderen Völker des Nahen Ostens mobilisieren und verbreitern. Und wir müssen uns der fortgesetzten Vorherrschaft der USA und ihrer Verbündeten wie Deutschland über den Nahen Osten widersetzen, die diese in unserem Namen ausüben.

10.02.2024

Bearbeitete Version des Artikels „Gaza Genocide Threatens Wider Middle East War“ vom 12. Januar 2024 auf https://speakoutsocialists.org/

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