Aus dem Berliner Universitätsklinikum „Charité“:

Die Artikel stammen aus dem Betriebsflugblatt „Vitamin C“ der RSO

Der Notbetrieb geht zu Ende

Seit dem 31. 1. wird der Notbetrieb an der Charité, der durch die Überlastung der Intensivstationen durch Corona-Patient*innen ausgelöst wurde, langsam zurückgefahren. Das heißt, es dürfen mehr Notfälle behandelt und zeitkritische Operationen durchgeführt werden. Das ist natürlich wichtig – auch Menschen ohne Corona müssen behandelt werden. Jedoch sollte der Charité-Vorstand darauf achten, dass auch bei reduziertem Normalbetrieb Personal vorhanden sein muss, das weder an Burn-Out noch an Corona erkrankt ist.

Nach einem Jahr Pandemie

Die Corona-Pandemie hat Jubiläum. Fast ein Jahr versorgen wir mittlerweile mit dem Virus infizierte Patient*innen und seit einem Jahr stecken sich auch viele unserer Kolleg*innen gerade auch auf der Arbeit an. Nun endlich informiert uns das Arbeitsmedizinische Zentrum (AMZ) darüber, dass Folgen dieser Infektion als Berufskrankheit gelten könnten. Sicher, es wird nicht nur an Charité und AMZ liegen, dass für solch eine Meldung im Intranet ein Jahr benötigt wurde. Aber auch die Information zu Sicherheit und Gebrauch der an der Klinik verwendeten FFP-Masken kam erst jetzt, ein Jahr nach Beginn der Pandemie. Bis heute kennen wir auch keine Zahlen, wie viele von uns an Covid-19 erkrankten und vielleicht noch immer an den Folgen leiden. In unseren Augen nun wirklich kein Ruhmesblatt.

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