
[Pressemitteilung der NPA-Révolutionnaires und die NPA Jeunes-Révolutionnaires] Am Dienstag, dem 6. Oktober, lasst uns alle gemeinsam auf die Straße gehen!
Die NPA-Révolutionnaires und die NPA Jeunes-Révolutionnaires unterstützen voll und ganz die Mobilisierung der Jugend, die sich auf Hunderte von Gymnasien im ganzen Land ausgeweitet hat und nun auch die Universitäten erfasst.
Die Regierung, die [konservative] Rechte und die extreme Rechte reden nur von Instrumentalisierung durch [die linkspopulistische] „La France insoumise“ und die extreme Linke? Die Schüler*innen haben auf niemanden gewartet, um sich zu mobilisieren, und wissen ganz genau, warum sie das tun. Seit Jahrzehnten verschlechtert sich die Situation an den Schulen in den Arbeitervierteln aufgrund der von den aufeinanderfolgenden Regierungen organisierten Mittelknappheit: überfüllte Klassen; nicht ersetzte Lehrkräfte; Mangel an Schulbegleitungen für behinderte Schüler:innen (AESH) und an Kranken- und Gesundheitspflerger:innen ; baufällige Räumlichkeiten, die im Sommer überhitzt und im Winter eiskalt sind… das [Studienplatzvergabeverfahren] „Parcoursup“ und die Abiturreform haben die soziale Selektion noch verstärkt, mit dem Ziel, die Kinder der Arbeiter*innen so schnell wie möglich in die Arbeit zu schicken … wenn sie denn welche finden! Und in diesem Zusammenhang bestehen die einzigen Maßnahmen der Regierung darin, die Gymnasien in Kasernen zu verwandeln – mit Überwachungskameras, Handyverbot, verlängerten Schulzeiten, Kleiderordnung … sei jung und halt deine Klappe!
Generell rebellieren die Schüler:innen heute gegen eine ganze Gesellschaft: eine Gesellschaft, die ihnen tagtäglich den Mythos der „Chancengleichheit“ vorgaukelt, während in der Schule wie auch im restlichen Leben die Reichen alles haben und die Armen sich mit den Resten begnügen müssen. Eine Gesellschaft, die den Völkermord in Gaza mit der Komplizenschaft westlicher Regierungen zulässt. Eine Gesellschaft, in der die extreme Rechte kurz vor der Macht steht, wobei ihr Rassismus bereits zunehmend von der Regierung und vielen anderen Parteien offen vertreten wird. Die Schüler*innen finden sich nicht mit der Zukunft aus Elend, Kriegen und Klimakatastrophen ab, die ihnen diese kapitalistische Gesellschaft verspricht: Sie haben völlig recht!
Wo genau ist die Gewalt?
Die Regierung und die Fernsehsendungen empören sich über angezündete Mülltonnen und herausgerissene Schulgitter. „Sie wollen Mittel und zerstören sie? Sie wollen Lehrer und blockieren den Unterricht?“, jammern alle Reaktionäre, voller Angst vor dieser Revolte der Jugend. Aber wer sind die „Randalierer“, außer denen, die das Bildungswesen von ihren Ministerposten aus ruiniert haben? Woher kommt die Gewalt, wenn ein Teenager in der Stadt Tours durch einen LBD-Gummigeschoss sein Auge zu verlieren droht und ein anderer im Val-d’Oise durch eine aus nächster Nähe abgefeuerte Tränengasgranate schwer am Mund verletzt wird?
Die Antwort der Regierung auf die Mobilisierung bestand darin, ihre hochgerüsteten Polizisten vor die Tore der Gymnasien zu schicken, mehrere Tausend Jugendliche festzunehmen, heute Gymnasien zu schließen und eine Vielzahl von Versammlungsverboten zu erlassen, um zu versuchen, den Schwung der Mobilisierung zu bremsen. Die NPA-R verurteilt diese Repression: Freilassung aller Festgenommenen, Einstellung aller Strafverfahren, Nein zu behördlichen Schulschließungen!
Angesichts der Repression ist die beste Antwort die Verankerung und Ausweitung der Bewegung, insbesondere durch den Schülerstreik und die Organisation in Vollversammlungen und Koordinierungsgremien. Aber nicht nur das.
Die Schüler:innen rufen zu Recht die arbeitende Klasse auf!
Die protestierenden Schüler*innen und Jugendorganisationen rufen zu einem Mobilisierungstag am Dienstag, dem 6. Oktober, auf. Wir rufen dazu auf, sich dem anzuschließen. Während die Schüler*innen voangehen, findet ihre Wut Widerhall bei Millionen von Lohnabhängigen, die heute mit Inflation, Entlassungen oder neuen Sparmaßnahmen in einem Land konfrontiert sind, das in Europa Spitzenreiter bei der Ausschüttung von Dividenden ist. Am erfolgreichen Aktionstag am 29. September marschierten Feuerwehrleute, Schüler und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes Seite an Seite. Ein erster Schritt zur Bündelung der Kämpfe, den wir in den kommenden Tagen und Wochen weiter ausbauen wollen.
Die Schüler haben den Weg frei gemacht: Jetzt ist es an der Zeit, den Gegenangriff gegen den Krieg zu organisieren, den die Regierung und die Arbeitgeber gegen die Arbeitnehmer und ihre Kinder führen. Die NPA-R und ihre Aktivist:innen werden bei allen Initiativen dabei sein – an den Arbeits- und Bildungsorten – um diese gemeinsame Bewegung aufzubauen, die heute mehr denn je nötig ist.

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One Reply to “Frankreich: Unterstützung für die Schüler:innen gegen die Repression: Die Gewalt geht von der Regierung und ihrer Polizei aus – es ist die Gewalt der gesellschaftlichen Ordnung gegen die Ausgebeuteten und ihre Kinder!”