Vom Stalinismus zum Versuchsfeld der „Marktwirtschaft“

Vor 20 Jahren ist die morsche DDR von
einer Massenbewegung zum Einsturz
gebracht worden. Seitdem ist Ostdeutschland
zum Niedriglohnsektor und
Experimentierfeld der deutschen Kapitalisten
geworden. Natürlich ein Grund
zur Freude, die sich in verlogenen „Einheitsfeiern“
ausdrückt.

Denn von einheitlichen Lebensund
Arbeitsbedingungen sind wir weit entfernt.
Die Industrie der DDR wurde in
den Jahren nach der Wiedervereinigung
größtenteils zerschlagen. Seitdem ist
die Massenarbeitslosigkeit im Osten zu Hause, heute z. B. 18% in Meckpomm.
Arbeitslosigkeit hält die Löhne unten,
deshalb wissen die Kapitalisten sie so
zu schätzen. So konnten sie in Sachen
niedriger Löhne und hohem Leiharbeitsanteil
neue Wege gehen.

Viele Ostdeutsche fühlen sich auch 20
Jahre nach der Einheit noch nicht als
gleichberechtigte Bundesbürger. Aber
es gibt ein Mittel, das hilft: Eine Quelle
für echtes Zusammengehörigkeitsgefühl
ist der gemeinsame Kampf: gegen
Rente mit 70, Hartz IV, fallende Löhne
und Arbeitslosigkeit. Wie wär’s?

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