ÖPNV ist offiziell super

ÖPNV ist offiziell super
Eine Studie im Auftrag der DB hat herausgefunden, dass der ÖPNV sehr nützlich ist.
Der ÖPNV-Betrieb koste bundesweit jährlich 25 Milliarden. Das würde jährlich aber für rund 75 Mrd. „Wertschöpfung“ sorgen, also irgendeine Art von privaten Gewinnen bringen. Vor allem bedeutet das weniger Verkehrsunfälle, geringeren Flächenverbrauch, weniger Luftverschmutzung oder CO₂-Emissionen. Auch haben AfD und andere Nazis in Regionen mit gutem ÖPNV, nachweislich schlechtere Karten.
Wir brauchten keine Studie, um das zu wissen. In einem Land, in dem die heiligen Profite – vor allem der Autoindustrie – angebetet werden und ein finanzierter Öffentlicher Dienst im Interesse der Bevölkerung Teufelszeug ist, wird die xte Studie noch nichts verbessern.

Protest gegen die Schließung von Werken
Am Dienstag waren 400 Leute angereist, um vor dem Bahntower gegen die Schließung mehrerer Instandhaltungswerke zu protestieren. Die Leute aus Delitzsch haben auf ihrem Transparent daran erinnert, dass sie keine Kennzahlen sind, sondern 50 Familien von der Schließung betroffen sind. Die betroffenen Werke sind meist schon auf Kurzarbeit, Lohnverlust 200€ pro Monat. Natürlich hat niemand die Illusion, dass ein kleiner Protest an der Lage was verbessert.
Was die Werke der S-Bahn angeht, ist aber deren Zukunft angesichts der Ausschreibung auch Gegenstand von Geschacher.

#unkuerzbar

Die Berliner Verkehrsverwaltung streicht dieses Jahr zusätzlich 51 Mio. bei den Mitteln für den S-Bahnverkehr. Das macht insgesamt 101 Mio. Kürzungen, rund 16 % des Budgets. CDU-Verkehrssenatorin Bonde versprach, dass damit „keine Abbestellungen“ verbunden seien. Es werde eh weniger Geld gebraucht. Letztes Jahr hätten die „Minderleistungen“ der S-Bahn schon Geld gespart…
Das ist Teil der berlinweiten Sparorgie, die viele soziale Projekte, Unis und die Krankenhäuser betreffen. Aber Millionen sind da für Auto-Tangenten. Eine Fortsetzung der Proteste ist dringend nötig.

Länger, höher, weiter
Kanzler Merz hat sich beklagt: „Mit Viertagewoche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können.“ Der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft will „Anreize zu schaffen“, damit Menschen „länger im Arbeitsmarkt bleiben und später in Rente gehen“.
8 Millionen Überstunden allein bei den Bahnern der DB jetzt schon? Rente mit 70? Das ist noch gar nichts!
Wir fordern die 8-Tage-Woche! Und immer diese faulen Rentner und Schmarotzer aus dem Bürgergeld, die sich aufstocken lassen; die muss man noch mehr in das Ausbeutungssystem quetschen, dann wird’s den superreichen Leuten endlich besser gehen…?!

Ohne uns läuft nix!
Nach einer kurzen Unterbrechung streiken etwa 600 Kolleg:innen der Charité Tochterfirma CFM weiter. Geschäftsführung und Charité hatten eine Aussetzung des Streiks für 4 Tage zur Bedingung gemacht, um wieder in Verhandlungen zu gehen. Jedoch sind viele Kolleg:innen der Reinigung und anderer Bereiche wie Sterilisation, Technikbereiche oder Catering nicht dazu bereit, ihren hartnäckigen Arbeitskampf einzustellen.
Indem die Streikenden die Geschäftsführung schon dazu gezwungen haben, den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD) in ihrem Angebot zu erwähnen, haben sie ein Zwischenziel erreicht. Das Ziel ist die volle Übernahme des TVöD – gleiche Arbeit, gleicher Lohn! Die Kohle ist aber immer noch nicht da!
Die CFMler gehören zu dem am schlechtesten bezahlten Bereich im Krankenhaus. Nicht zufällig wird diese unersetzbare Arbeit von vielen Migrant:innen erledigt. Unter der CDU-SPD-Regierung fließt aber das Geld lieber in Rüstungsprojekte als im Gesundheitsbereich. Ein Sieg der CFMler würde in eine andere Zukunft weisen, eine ohne Ausbeutung und Krieg!

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