Friede, Freude, Eierkuchen…

DGB und BDA (Bund Deutscher Arbeitgeber)
arbeiten gemeinsam an einer
Gesetzesinitiative, um Streiks von Spartengewerkschaften,
wie Vereinigung
Cockpit oder GDL, zu erschweren.

Um deren Arbeitskämpfe von vorneherein
abwürgen zu können, soll der
sogenannte „Grundsatz der Tarifeinheit“
durchgesetzt werden. Das hieße, dass
nur noch die mitgliederstärkste Gewerkschaft
im Betrieb Tarife abschließen
darf. Solange also die Tarifverträge
der großen Gewerkschaften laufen,
dürfen die Kleinen nicht streiken.

„Eine Berechenbarkeit an der Tariffront“
soll geschaffen werden, so DGBChef
Sommer. Dies bewahre, seiner
Meinung nach, die „sichere Solidarität“
im Betrieb. Die „konkurrierenden“ Gewerkschaften
könnten dann die einzelnen
Belegschaftsteile nicht gegen
einander ausspielen. Denn schließlich
können wir uns „dauernde Tarifkonflikte
nicht leisten“, stimmt BDA-Chef
Hundt mit ein. Dies zeigt, um welche
Solidarität es in Wahrheit geht: die von
Unternehmern und Gewerkschaftsführung.
Diese unheilige Allianz von Kapital
und Gewerkschaftsbürokratie zeigt
ihre gemeinsame Angst davor, dass
die kleinen Gewerkschaften sich zu
Keimzellen des Widerstands unter den
ArbeiterInnen gegen die sozialen Angriffe
wandeln könnten, da sie unter
einem größeren Druck ihrer Mitglieder
stehen als die DGB-Kolosse. Die Angst
vor zunehmenden Tarifkonflikten zeigt,
dass auch die Unternehmer wissen,
welches der entscheidende Hebel ist,
um unsere Interessen durchzusetzen:
der Streik.

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