Europawahl – Ein Grund zum weiter demonstrieren!

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Wochenende alle Tage

Die DB wird das Wochenendticket abschaffen. Was wird passieren? Noch mehr Autos und mehr Stau? Die Leuten müssen noch tiefer für Bahntickets in die Tasche greifen? Angeblich gab es zu wenig Nachfrage (aber was heißt das bei der DB schon) und es dient „zur Vereinfachung der Tarifstruktur“, heißt es. Wenn es darum geht, etwas zu vereinfachen, dann könnte man auch in die andere Richtung vereinfachen: ein billiges Ticket für alle Tage…

Hitze stresst

Erstaunlicherweise ist es schon wieder wärmer und man ärgert sich auf überhitzten Zügen rum. 2018 war es megaheiß und was ist bis heute passiert? Mehr Pausen in den Schichten? Klimaanlagen in den Räumen? Arbeitsbedingungen, mit denen man auch bei 34° Außentemperatur umgehen kann? Für Büroräume ist geregelt, dass maximal 26° für die Gesundheit ok sind, dann wird’s kritisch. Im Fahrbetrieb sind wir nicht weniger sensibel. Veränderungen der Arbeitsbedingungen wären super, aber bei der Hitze muss man da natürlich ganz langsam rangehen.

Wer braucht einen kühlen Kopf?

Aus Bayern wurden Fahrzeuge für die RE 7 und die RB 10 beschafft. Aber welch eine Überraschung für die Teppichetage, der Fahrgastraum hat zwar eine Klimatisierung, aber nicht der Führerraum. Wissen die nicht vorher, was die kaufen? Oder eher: Lokführer egal…

Schlechter Tag bei Regio

Erst prallte morgens in Jüterbog ein Doppelstockzug auf einen abgestellten ODEG Zug und dann entgleiste auch noch ein Zug in Lichtenberg auf einer Weiche. Nichts wirklich schlimmes passiert… Aber: Schon wieder. Alte Technik, einfach Pech gehabt oder eher: man hört ja nicht auf uns, bei Überlastung durch schlechte Schichten passiert halt mal was… Und dann brennt es auch noch in einer anderen Lok. Ein Schaltschrank im Maschinenraum fing Feuer. Die Sparmaßnahmen werden sehr teuer.

Was sagen, ohne was zu sagen

Wegen Zielpunktoderwatweeßick-te-eff hat sich jetzt die nächste als Influencerin betätigt und uns auch ihr Video aufs Tablet geschickt. Wir sollen uns alle keinen Kopf machen wegen der Änderungen bei den Tfs, das wird schon, ist die Message jetzt auch von der Chefin. Aber je häufiger sie das wiederholen, umso größer ist die Skepsis.

Theorie und Wirklichkeit

Kürzlich ist wieder ein Fahrgast von einer SBahn mitgeschleift worden, diesmal Jannowitzbrücke. Das, nachdem erst im April was ähnliches Südkreuz passierte. Im Dienstunterricht heißt es, wir sollten besonders gut aufpassen und wenn wir nicht nicht sicher sind, dann soll die Rückfallebene greifen, also rausgehen und ablaufen. Schöne Theorie, wenn man alle zwei Minuten anhalten und gucken muss, man ganz in der Routine ist, wie essen und Luft holen, der Bahnsteig voll ist, Und man dann noch das Generve von wegen Wettbewerb und es muss doch laufen im Ohr hat… Aber wie wäre es, wenn wir Dienst nach Vorschrift machen würden? Wenn es einer alleine macht, dann interessiert es niemanden? Dann müssten wir eben alle, oder jedenfalls viele die Rückfallebene ernst nehmen!

Man müsste eigentlich, wenn nicht die Zielvorgaben wären

Vor ein paar Wochen erfuhr auch die Öffentlichkeit von den brenzligen Zuständen in der Betriebszentrale in Halensee. Der Betriebsrat sieht die Situation so akut, dass sogar die Züge ganz stehen bleiben könnten. In bewährter Art hat die Bahn reagiert: Man tue alles! Wirklich alles, so viel, dass man schon in der Verwaltung bei früheren FDL nachgefragt hätte, wer einspringen kann. Wieviele sind inzwischen in der Zentrale zusätzlich eingesprungen? Nicht so hoch greifen, immerhin einer, hieß es zuletzt in der Presse! Der Typ von DB Netze erklärt aber auch, dass sie immer ausreichend Bewerber für den Job haben. Wie passt das mit der Personalnot zusammen?

Dicke Luft

Nach Berechnung der Firma TomTom, dem Anbieter von Navis, haben Autofahrer in Berlin letztes Jahr 103 Stunden Lebenszeit im Stau verloren. Andere Studien kommen zu noch höheren Zahlen. Der Verkehr nimmt zu, entgegen aller Warnungen zu den Gesundheitsgefahren und dem Klimawandel. Einer der Gründe für den steigenden Verkehr sind die steigenden Mieten, die die Leute an den Rand von Berlin oder ins Umland treiben. Runter mit den Mieten, hoch mit den Löhnen und ein super ausgebauter kostenloser ÖPNV würden helfen gegen diese Quälerei auf den Straßen.

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