Europawahl – Ein Grund zum weiter demonstrieren!

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Schon gehört?

In diesem Jahr zum Sommerfest gibt es für die teilnehmenden CFMler Getränkebons mit etwa einem Drittel weniger Wert und am Grillstand erhalten diese Kolleg_innen eine deutlich gekürzte Bratwurst. Glaubt ihr
nicht? Passt aber zu ihrer Bezahlung unterhalb des in der Charité gültigen Tarifvertrages. Von wegen: Zusammen ein Ganzes!

Gerichtlich bestätigt: Für den ganzen Tag

Bei der CFM gibt es einiges zu besprechen. Noch immer gibt es keinen Tarifvertrag. Viele Kolleg_innen fordern eine Eingliederung der CFM in die Charité. Die Löhne, lassen für viele das Thema Altersarmut zur realen Bedrohung werden. Viel zu wenige Kolleg_innen nutzen den ihnen zustehenden Bildungsurlaub, obwohl Bildung auch von den Chefs immer wieder als gaaanz wichtig bezeichnet wird. Die CFMler arbeiten in einem
Gesundheitssystem in dem Patient_innen zu Kund_innen erklärt werden und der Markt seine Kräfte walten lassen soll. Zudem möchte und muss der Betriebsrat den Kolleg_innen regelmäßig Bericht erstatten. Genau deshalb hat der Betriebsrat für den 11.06.2019 eine ganztägige Betriebsversammlung einberufen. Doch den König_innen der Geschäftsführung passte dies gar nicht.
Sie wollte diese Form der Versammlung verbieten. Doch vor Gericht zogen sie den Kürzeren. Darum 11.06.2019 ab 8 Uhr im CVK!

Da trappst sie wieder- die Nachtigall

Der Gesamtpersonalrat ist ganz baff. Der Vorstand will eine Dienstvereinbarung verhandeln. Thema: Mobiles Arbeiten. Darin soll Rechtssicherheit geschaffen werden bei Home Office und dem Umgang mit mobilen EDVGeräten. Über den Fortschritt der Verhandlungen soll informiert werden und wir sind wohl gut beraten, genau aufzupassen. Allzugerne wird der Vorstand dies nutzen, Arbeitszeit und Freizeit miteinander zu verschmelzen und ein sehr hohes Maß an Flexibilität zu Gunsten der Charité
in die Vereinbarung einzuschreiben. Auch Wissenschaftler_innen, Verwaltungsangestellte oder studentisch Beschäftigte haben ein Recht auf klare Beund Abgrenzung ihrer Arbeitszeit und Erreichbarkeiten. Also Holzauge…

8. Mai

Der Berliner Senat hat für 2020 den 8. Mai; Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, zu einem Feiertag erklärt. Den können wir gut gebrauchen. Nur sollte es nicht ein einmaliges Ereignis sein, sondern der Feiertag für jedes Jahr festgeschrieben werden. Der 8. Mai scheint
uns dabei auch ein sehr geeigneter Termin, denn getreu dem Motto eines alljährlichen Festes: Wer nicht feiert, hat verloren!

PEP- APP

Die Charité macht ja auf modern. Social Media, Standort Apps, jetzt auch noch die PEP- APP. Ein abgespecktes Dienstplanprogramm auf dem eigenen Handy. Doch wie uns die Erfahrung mit Facebook und Co lehrt, zieht der
Anbieter einer solchen APP einen hohen Nutzen aus deren massenhafter Anwendung. Nicht dass wir gleich Werbeeinblendungen über diesen Kanal erwarten (obwohl, wer weiß), so befürchten wir doch mehr Überwachung durch den sogenannten Arbeitgeber. Es graust uns auch vor dem Missbrauch der App bei kurzzeitigen Veränderungswünschen der Chefs beim Dienstplan. Gibt’s nicht? Nein, natürlich wurde ja auch noch keine Kollegin per Whatsapp zum Dienst angefragt. Natürlich nicht.

Minister Spahn und das Organ

Hier mal wieder was für Jens- Fans. Der Herr Minister beehrte erneut die Charité und kreuzte am 01. Juni zum Tag der Organspende hier auf. Kein Angst, er hat alle seine Organe wieder mitgenommen, aber er spendete
seine Aufmerksamkeit, und zwar dem Thema. Bleibt nur zu hoffen, dass da am Ende mehr bei rumkommt als bei der Personaluntergrenze. Das dazu von ihm eingebrachte windelweiche Gesetz hat außer der großen Geste-„Wir
haben verstanden. Wir tun etwas.“ bisher wenig an der prekären Situation ändern können. Hier wird offenbar Politik durch Posing ersetzt.

Wer sich wehrt, macht nix verkehrt!

Mittlerweile verlautet, dass auch die Vivantes-Therapeuten nach einer Senatsanweisung wieder in den Mutterkonzern zurückgeführt werden-zu den dortigen Tarifkonditionen. Gern erinnern wir uns an ihren Solistreik im Februar. Ohne den entsprechenden Druck hätten die Verantwortlichen sicher weiteres Zeitspiel probiert. Gemeinsam den Widerstand gegen Zumutungen und Angriffe organisieren-dann klappt`s auch mit dem Tarif, nicht nur bei den Nachbarn.

„Ich will ja keinen anscheißen, aber melden muss ich dich“

Zugegeben, das Thema ist schon ein wenig heikel-und doch wollen wir darauf eingehen. Die Charité startet ein „Sicherheitsmeldeportal“, indem sicherheitsrelevante Vorfälle“ anonym digital gemeldet werden können. Ja,
natürlich haben auch wir ein Interesse als Mitarbeiter_innen, dass alles für möglichst viel Sicherheit am Arbeitsplatz getan wird. Doch gehört es nicht sowieso zu unseren Pflichten, jede Gefährdung von Sicherheit den Verantwortlichen zur Kenntnis zu bringen? Wie hartleibig die solche Meldungen anschließend aussitzen können, wissen wir noch von den Gefährdungsanzeigen wegen mangelnden Personals. Was soll also diese Aufforderung zur anonymen Denunziation? Wie soll ich mich zum
Beispiel gegen einen anonymen Vorwurf verteidigen, ich hätte irgendwo unberechtigt eine Wasserflasche….? Ein solches Anscheißertelefon in einer Stadt, in der einst die Zentralen von Gestapo und Stasi standen, das erscheint dann doch-nun ja, ein wenig unsensibel.

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