Die Oscars: Palästinasolidarität auf dem roten Teppich

Nicht nur auf dem Berliner Filmfestival Berlinale nutzten Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit, sich mit den Palästinenser:innen zu solidarisieren und einen sofortigen Waffenstillstand zu fordern. Auch bei der Verleihung der Oscars letztes Wochenende. Viele trugen Buttons von „Artists4Ceasefire“. Die Sängerin Billie Eilish trug ihn ebenso wie die Schauspieler Mark Ruffalo, Mahershala Ali und Ramy Youssef aus „Poor Things“. Der Button kommt ursprünglich von einer Gruppe von Prominenten, die auch einen offenen Brief an US-Präsident Biden geschrieben haben, in dem sie ihn auffordern, sich für einen Waffenstillstand einzusetzen. Zu den rund 400 Unterzeichnern gehören Bradley Cooper und America Ferrera, Cate Blanchett, Drake und Jennifer Lopez.

Ramy Youssef erklärte bei der Oscarsverleihung gegenüber „The Hollywood Reporter“, dass sie mit dem Button auch einfach sagen wollen „stop killing children“. Der britische Regisseur Jonathan Glazer, dessen Film „Zone of Interest“ über den Auschwitz-Kommandanten den Oscar für den besten internationalen Film gewann, sprach in seiner Dankesrede auch den Krieg gegen die Palästinenser:innen an. Glazer, selbst Jude, sagte im Beisein des Produzenten und eines Finanzierers des Films: „Gerade jetzt stehen wir hier als Männer die es ablehnen, dass ihr Jüdischsein und der Holocaust gekapert werden als eine Rechtfertigung für eine Besatzung, die zu Konflikten für so viele unschuldige Menschen geführt hat. Seien es die Opfer des 7. Oktober in Israel oder die anhaltenden Angriffe auf Gaza, alle sind Opfer der Entmenschlichung, wie leisten wir Widerstand?“

Der Genozid in Gaza passiert in aller Öffentlichkeit… aber der Widerstand dagegen auch.

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