Coronakrise – was passiert mit Flüchtenden und den ärmsten Ländern der Welt?

Bereits vor Ausbruch der aktuellen Coronakrise hatte das Aussetzen des Flüchtlingsabkommens zwischen Erdogan und der EU dafür gesorgt, dass einmal mehr Zehntausende Flüchtende in unmenschlichen Bedingungen an den Außengrenzen der Festung Europa feststecken. Nun haben alle Staaten die aktuelle Krise als Vorwand genommen Grenzen zu schließen und Kontrollen zu verstärken. Während Griechenland zeitweise das Asylrecht außer Kraft setzte, sitzen MigrantInnen in Slums fest, in denen es unmöglich ist auch nur geringste Hygienmassnahmen aufrecht zu erhalten. Die deutsche Regierung hat zugesagt, knapp tausend MigrantInnen aufzunehmen, vor allem Minderjährige, aber die Aufnahme verzögert sich. Und was sind ein paar hundert aufgenommenen MigrantInnen gegenüber den Zehntausend die an der Grenze festsitzen, und den Hundetausenden weltweit, die in Slums und vorübergehenden Lagern zusammengepfercht sind?

Ganz abgesehen davon, dass die deutsche Regierung sich einmal mehr mit humanistischen Fahnen schmückt, um vergessen zu machen, dass sie selbst das Abkommen mit der Türkei abgeschlossen hat um die dreckige Arbeit anderen zu überlassen. Die aktuelle Krise trifft die ärmsten Länder am meisten und dort wiederum die ärmste Bevölkerungsteile. Steigende Arbeitslosigkeit, polizeiliche Repression und mangelnde Hygiene und schlechte Gesundheitssysteme werden die Armut in diesen Ländern wohl noch einmal verstärken. Neben den Auswirkungen des Klimawandels wird die Coronakrise weitere Ströme von Menschen verursachen, die wegen der Hoffnungslosigkeit in ihrer Heimat, ihr Wohl anderswo suchen werden.

Was sind also die Ursachen der Flüchtlingskrise? Wie ist die aktuelle Situation und die Auswirkung der Coronakrise in den ärmsten Ländern der Welt? Und welche Perspektiven haben die Revolutionäre? Gerade heute, wo die Krise Stacheldraht und wirtschaftlichen Nationalismus weiter in Mode bringt, wollen wir zusammen mit euch diskutieren.

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