Gesundheit vor Profite!

Wozu weiter produzieren?

Merkel hat uns aufgefordert, während der Ausgangssperre vernünftig zu bleiben, „so retten wir Leben“. Und was ist mit der Regelung des Abstandes von 1,5m wenn man 8 Stunden pro Tag in einer Werkstatt arbeiten muss?

Was machen die Kapitalisten, die uns tagtäglich verpflichten in die Betriebe zu kommen? Die retten keine Leben sondern ihre Profite, die von heute, wenn sie es können, sonst die von morgen.

Der Weg des Leidens bis ans Kreuz?

An Ostern sollten wir laut Merkel unter uns bleiben, und lediglich eine Person außerhalb des Familienkreises treffen. Aber wie ist es seit Wochen unter Kolleg*innen und in den Öffis auf dem Weg zur Arbeit? Da treffen wir hunderte Leute!

Merkel sieht keinen Widerspruch und empfiehlt uns den Gottesdienst im Fernsehen oder im Netz zu gucken: nein danke!

Licht als Desinfektionsmittel?

In Italien und Frankreich, wo die Seuche vorher ausgebrochen ist, wurde die Produktion, die nicht unverzichtbar ist, ausgesetzt. Worauf warten wir hier?

Wo die Priorität gesetzt wird

Joe Kaeser erklärte am 25. März, dass 300.000 Masken pro Woche für die Siemensianer zur Verfügung gestellt werden. Seine erste Priorität sei die Gesundheit der Kolleg*innen… und die Fortsetzung der Produktion.

Wenn Siemens genug Masken hat könnten „Leute die Bedarf haben“ „wie zum Beispiel Krankenhäuser“ ein paar Masken bekommen, „vielleicht sogar geschenkt“!

Seit Wochen gibt es überall einen Mangel an Masken. Zum Beispiel für die Kassiererinnen von Rewe die unbedingt für uns alle weiter arbeiten müssen. Eine Woche nach der oben erwähnten Ankündigung von Joe Kaeser waren in Deutschland bereits 2300 Ärzte und Pflegekräfte infiziert worden.

Wo sind die Schutzmaßnahmen?

Bereits vor zwei Wochen hat ein Kollege angefangen eine Schutzmaske zu tragen. Wir können ihm danken: er schützt nicht nur sich selbst.

Das nennt man Management

Kolleg*innen von Siemens wurden gefragt, ob sie ihre Arbeitsplätze als gefährlich einschätzen. Die Frage WIE wir weiter arbeiten wollen wird gestellt, als ob wir selbstverständlich weiter arbeiten WOLLEN…

Wozu dann Arbeitsschutzspezialisten?

Eine Erleichterung… naja: von wieviel €?

Osram hat angekündigt, dass ab 10. April ein Teil der Kollegen in Kurzarbeit gehen sollen. Zumindest werden Kollegen nicht mehr das Risiko eingehen den Kindern zu Hause das Virus zu bringen.

Kurzarbeit, das ist aber ein dicker Lohnverlust. Die Aufstockung von 10 oder 15€ pro Tag „je nach Dauer der Kurzarbeit“ ist ein schlechter Witz. Wir brauchen vollen Lohn!

Besser als Arbeitslos?

Mit der Krise gehen tagtäglich eine Menge kleine Betriebe pleite. Die Arbeitslosigkeit steigt. In den großen Betrieben kriegt man Kurzarbeitsgeld, ein Glück?

Der Betriebsrat von Osram erzählte noch vor ein paar Wochen, dass die Verhandlungen über Stellenabbau „Fit for the future 2“ weiter gehen. Kurzarbeit ändert nix. Oder sollen wir hoffen, dass dank Kurzarbeit von heute kein „Fit for the future 3“ kommen wird? Kurzarbeit schützt vor nix.

Liquidität“ ist vorhanden!

Dass ohne Produktion die Unternehmen weiter bezahlen, wäre das verrückt? Laut der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) wäre allein schon die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ein Problem, wenn der Betrieb „überhaupt keine Einnahmen mehr hat“.

Beispiel unser Boss: um sich Osram zu schenken hat sich AMS 1,6 Milliarden € geholt. Dazu hat sich der Geier einen „Brückenkredit“ von UBS und HSBC in Höhe von bis zu rund 4,4 Mrd. € gesichert…

Und sie hätten keine Kohle für die Löhne?

Die Ausgangsbeschränkung ist kein Urlaub

Seit der Schließung der Schulen kümmern sich gerne Kolleg*innen um den Nachwuchs.

Durch die Ausgangsbeschränkung ist das aber kein Urlaub. Nächsten Sommer brauchen wir viel Urlaub und freie Zeit, deswegen sollten wir jetzt aufpassen dass die Betriebsleitung weder unseren Urlaub klaut noch dass sie die Stundenkonten leeren.

Die Kolleg*innen die zu Hause mit Kindern bleiben sollten dies mit vollem Lohn machen können!!

Noch 8 Monate zusammen

Nach einer neuen Runde angeblicher Verhandlungen und „Suche“ nach alternativer Lösung, haben unsere Kollegen von Ledvance erfahren, dass sie am Ende des Jahres gehen sollen. Zur Zeit sind sie noch da und waren schon immer kampfbereit… sowas brauchen wir!

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