Bildungsproteste in den USA – gleiche Probleme, gemeinsamer Kampf?

Am 4. März 2010 protestierten in den
USA in vielen Städten SchülerInnen,
Studierende, LehrerInnen, Eltern und
ArbeiterInnen, um gegen die Sparpolitik
der Regierung im Bildungssektor zu
protestieren. Es werden immer mehr
Angestellte entlassen, es gibt Kürzungen
im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssektor
und trotzdem werden
den Unternehmen und Banken Milliarden
Dollar zur Rettung hinterher geworfen.

Von allen 50 Staaten trifft es
Kalifornien jedoch am schwersten, wo
in San Francisco 15.000 Menschen demonstrierten.
Schwarzenegger will hier
die Studiengebühren um bis zu 32%
erhöhen und staatliche Stipendien streichen, welche vor allem von Jugendlichen
aus Arbeiterfamilien in Anspruch
genommen werden. Dutzende Kurse an
Universitäten werden vom Programm
genommen, Tausende LehrerInnen entlassen
und diejenigen, die noch Arbeit
haben, müssen Klassen mit bis zu 60
SchülerInnen (!) unterrichten. Durchschnittlich
brechen 20% der SchülerInnen
in Kalifornien die High School
vorzeitig ab, in manchen Gebieten wie
z. B. Los Angeles sind es sogar bis zu
50%. Denn ohne eine Perspektive auf
einen finanzierbaren Studienplatz endet
man, egal ob mit oder ohne Schulabschluss,
als einer der vielen Arbeitslosen.

Die Stimmung der Bevölkerung ist
deprimiert. Auf immer mehr soll man
verzichten und nun sogar auf die Zukunft
der eigenen Kinder. Aber kennen
wir das nicht auch aus Deutschland?
Studiengebühren, Kurzarbeit, Sozialabbau,…
bringen uns ähnliche Probleme.

Die Regierungen und Unternehmen betreiben
überall die gleiche Politik, warum
also nicht die Kämpfe internationalisieren
und vereinen? Denn die da oben
scheren sich schon lange nicht mehr
um Ländergrenzen und Nationen, und
das ist das einzige, was wir uns zum
Vorbild nehmen sollten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert