„Wohlstand für alle heißt heute Bildung für alle“

Solch sinnigen Sätze ließ die Frau Kanzlerin in Vorbereitung auf ihren „Bildungsgipfel“ in Dresden immer öfter verlauten. Bildung ist jetzt „Chefsache“. Toll! Doch Sätze wie: „Wissen schafft Wohlstand“ klingen eher wie ein schlechter Scherz angesichts fehlender Lehrstellen, Billigjobs und hoher Arbeitslosigkeit! Es ist doch heute so, dass nur Wohlstand gute Bildung möglich macht und alle anderen sehen müssen, wo sie bleiben. Perspektive sieht anders aus. Viele SchülerInnen sehen das genauso und bereiten daher einen „Gegengipfel“ für Mitte Oktober in Dresden vor. Denn obwohl es genau um die SchülerInnen geht, wurden sie nicht gefragt, wie sie sich bessere Bildung vorstellen. Und in Berlin bereitet das Berliner SchülerInnenbündnis „Bildungsblockaden einreißen“ eine bundesweite Konferenz vor, bei der sich Schüler und Lehrer aus ganz Deutschland treffen und vernetzen können. Denn der Streik der Berliner LehrerInnen vom 13. bis 16 Oktober zeigt eins: Schüler und Lehrer haben die gleichen Interessen. Sie brauchen kleinere Klassen, die Einstellung von deutlich mehr LehrerInnen und eine bessere Bezahlung für angestellte Lehrkräfte; beide brauchen eine Schule für alle und ein Ende der sozialen Selektion; beide wollen kostenfreie Bildung für alle. Deshalb ist es wichtig gemeinsam für eine bessere Bildung auf die Straße zu gehen!

Bundesweite SchülerInnen-Konferenz
10./11./12. Oktober 2008
Berlin, Technische Universität
www.schulaction.org

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