Wie den Ramsch anpreisen?

Die S-Bahn hat die vorher-nachher-Show gewählt und preist auf dem Tablet die Vorteile der neuen BV Arbeitszeit an: „es gibt mehr Geld…“. Natürlich sagen sie nicht: „hej, wir können den Tf künftig durch Berlin schicken… zum Beispiel von 12:01 Uhr bis 0:59 Uhr“. Hätten sie besser das Gerede über die paar Euros weggelassen. Die sind echt eine Ohrfeige.

Wenn man die vorher-nachher-Zusammenfassung das erste Mal liest, denkt man vielleicht noch: „nicht so schlecht“. Beim zweiten mal Lesen fallen die Weichmacher auf: „sollte“ und „könnte“ und „betrieblicher Bedarf“. Und beim dritten mal denkt man: „oh Mist, die haben uns voll in der Hand“. Oder auch nicht, wenn wir zum Beispiel kollektiv die Verantwortlichen mit Wut-Mails zu spammen. Das ganze ist ein Unding und unannehmbar.

Achtung, Kleingedrucktes

Im November hatte die Geschäftsführung noch vor, uns ab 5.30 Uhr durch Berlin zu schicken. Jetzt steht in der BV Arbeitszeit, das soll schon ab 5.10 Uhr beginnen. Mies!

Unerträglich

Vor 2 Jahren hieß es noch, die über 4 Jahre verhandelte BV Arbeitszeit sei super. Angeblich hätten fast alle ihre Wunschpläne bekommen, so stolz posierten die sogenannten Führungskräfte rum. Dann bedeuten also die Änderungen der BV Arbeitszeit, dass das künftig nicht mehr so sein soll. Oder wast?

Kein Wunder, wenn immer mehr Kollegen gehen. Für die Geschäftsführung ist das Stellenabbau durch die Hintertür und passt denen angesichts der Ausschreibung sogar in den Kram?

In den Meldestellen gibt es eine Menge Ideen, wie wir dagegen Gehör finden können!

Sommerloch

In der S-Bahn Betriebszentrale hatte es vor einiger Zeit Einstellungen gegeben. Aber das ging auf Kosten der Fernbahn. Wenn auch dort bald Leute gehen, ohne dass was nachkommt, werden wir dann Mainzer Verhältnisse bekommen? Irgendwann sind die Tränendrüsen und das Bitten-und-Betteln aufgebraucht.

Nicht einfach Pflaster drauf

Was ist eigentlich rausgekommen nach der Entgleisung der S-Bahn in Lichtenberg vor ca. 2 Monaten? Weichenantrieb hatte nicht richtig funktioniert? Oder was? Und nun? Wird man an die technische Ursache gehen? Oder wieder nur „Dienstanweisung“?

Die Gemüter abkühlen

… will vielleicht die S-Bahn mit den Kühlwesten, die wir jetzt bestellen können. Aber sogar die müssen wir uns in diesem Laden verdienen. Die gibt’s nur mit der richtigen Baureihenberechtigung. Nur für 485er und 480er. Der Sommer wird sicher einen Bogen um die „zuverlässigen“ 481er machen. Ob die Westen was bringen? Nicht sicher. Sicher ist das mal wieder ein Beispiel für deren Unwilligkeit, unsere Gesundheit zu schützen.

Kein Platz für Kummer

Statt Betriebsversammlung hängen Kummerkästen rum. Ziemlich klein. Viel Kummer können wir ja nicht haben, bei der S-Bahn…

Urlaubsstress

Bei Regio und Fernverkehr wird aggressiv Druck gemacht, damit wir Urlaub und Überstunden früher nehmen als sonst. 2019 gab es noch viel extra Geld für Überstunden und Verzicht auf Urlaub und jetzt Rolle rückwärts. Freizeit heißt auch, dass wir frei nehmen, wann wir wollen.

Wasch mir den Pelz in Unschuld, oder so

Die S-Bahn hat die Zusatzreinigung wegen Corona an Subfirmen gegeben und macht nen Haken ran. Aber wie immer ist alles holter-die-polter. Oft klappt es, mal nicht. Sicher ist man nur, wenn man selber den Führerstand desinfiziert.

Bei Regio haben Teamleiter selber Desinfektionsmittel organisiert. Die international Geschäfte machende Bahn hat da Schwierigkeiten… mit den Prioritäten.

Wir machen die Arbeit, wir wissen am besten, was nötig ist, wir sollten diejenigen sein, die über die Arbeitsbedingungen entscheiden.

Was ist eine richtige Pause?

Jedenfalls nicht, wenn man mit UBK rumläuft und von Kunden angesprochen wird. Meldestelle Potsdam bei Regio ist das zum Beispiel wieder ein Problem, wo viel zu kurze Pausenzeiten eingeplant werden. Pause heißt, dass wir uns erholen und machen können, was wir wollen, an einem gemütlichen flauschigen stillen Ort… so wie im Bahntower… Und zwar so lange, dass genug Zeit zum Erholen ist und man nicht zwischen Händewaschen, Pinkeln, Kaffee und Essen wählen muss… so wie in den Teppichetagen…

Wir wollen nicht für deren Krise zahlen!

Deutsche Bahn und Regierung verlangen Einsparungen bei „Personalkosten“ und ganz in diesem Sinne erklärt die Gewerkschaftschefetage der EVG uns in ellenlangen Videos, wie schwer doch die Zeiten seien, 13 Milliarden echtes Minus würde die Bahn machen (Tränchen-Smiley… woher kommt die Zahl eigentlich?), und man hätte sich gegenüber der DB zu 2 Milliarden Einsparungen bei uns „verpflichtet“. Doch woher die 2 Mrd. kommen sollen, das verrieten sie nicht. Und der GDL-Chef? Ruhe in der Zentrale ist angesichts solcher Pläne ein schlechtes Zeichen.

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