Sri Lanka: Aufbegehren um zu überleben

Wegen des Klimawandels, der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, der vielen bewaffneten Konflikte und nun der steigenden Preise vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine steigt in der Welt die Hungersnot: laut aktuellem Ernährungsbericht der UNO sind 828 Millionen Menschen chronisch unterernährt.

Hunger kennen auch die Menschen in Sri Lanka. Im kleinen Land Sri Lanka (südlich von Indien) liegt die Inflation bei Lebensmitteln schon bei 80% und Anfang des Monats empfahl ein dreister Abgeordneter der Bevölkerung, sich darauf vorzubereiten, nur noch einmal am Tag essen zu können.

Schon seit März gibt es Massenproteste gegen die korrupte Regierungsclique. Letzten Samstag hat sich der Ärger gegen die Regierung zugespitzt: in der Hauptstadt haben 100.000 Leute demonstriert. Hunderte haben den Präsidentenpalast gestürmt, haben sich in den luxuriösen Zimmern fotografiert und sind in den Pool gesprungen… Der verhasste Präsident Gotabaya Rajapaksa haute lieber ab, floh ins Ausland und musste seinen Rücktritt erklären.

Überall in der Welt sollen die Bevölkerungen steigende Preise und Lebensmittelknappheit hinnehmen. Die Explosion der Wut in Sri Lanka könnte vielleicht der Anfang einer Kette weiterer sozialer Explosionen sein.

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