„Siemens steht wirtschaftlich gut da, die Auftragsbücher sind voll. Der geplante Stellenabbau ist vor diesem Hintergrund weder nachvollziehbar noch akzeptabel, und in diesem Umfang völlig überzogen.“ Das war Originalton IG-Metall angesichts der Konzernpläne zum Abbau von 17.000 SiemensarbeiterInnen, davon 5250 in Deutschland – im Juni 2008. Von Widerstand und Kampf war die Rede.
Daraufhin zog man sich zu Verhandlungen zurück – beinhart, versteht sich. Am 15.08. verkündeten Betriebsrat und IGM stolz das Ergebnis. Abgebaut werden – 5.250 in Deutschland… wie bitte? Na ja, Sachzwänge, Konzernumbau, Anpassungen…aber sozial verträglich, abgefedert und sozusagen freiwillig. Und das wichtigste – künftig wird Personalabbau immer erst mit dem Betriebsrat abgestimmt. Geht doch alles.
Verrat? Ach was – sie wollen doch nur dazugehören, wollen doch nur vernünftig sein. Aber es ist die „Vernunft“ der Unternehmer, nach der nun 5.250 nicht mehr dazugehören – mit dem Segen von Betriebsrat und Gewerkschaft.
