Klopaten gesucht!

OK, wir sollen die S-Bahn retten und jetzt auch noch die Klos? Wir sollen Paten werden für einen Pausenraum oder eine Toilette und statt der Reinigungskolleg*innen „nach dem Rechten“ sehen…

Wird das nach Lf 5 bezahlt, und gibt es dafür weniger Schichten?

Die Offenbarung

Vielleicht ist es Vorahnung, dass es noch richtig dicke kommen könnte, jedenfalls haute die Leitung Fahrbetrieb der S-Bahn in die Tasten, um uns mit einem offenen Brief zu umzirzen und uns in das selbsternannte „Team S-Bahn Berlin“ zu holen: vieles läuft schlecht mit der neuen BV Arbeitszeit und der Planungssoftware, für alle Stress. Es fehlen Leute. Soviel Offenbarung ist verdächtig.

Die Vorschläge sind murks. Das ist der Sinn des Briefes: uns wissen lassen, dass sie weitermachen, wie gehabt, ganz bewusst, wie von Anfang an. Nur wir sollen uns noch mehr anstrengen und dabei die Klappe halten. Aber darin waren wir noch nie gut…

Gezinkte Karten

Der DB-Vorstand verbreitet mit zuckersüßer Stimme, er wolle doch nur das Gesetz zur Tarifeinheit umsetzen und was könne man dagegen haben. Man empört sich über die „Blockadehaltung“ auf Seiten der GDL-Chefetage. Regeln seien doch Regeln.

Natürlich, diese Spielregeln der Deutschen Bahn sind ein Vorwand um zu verstecken, dass sie das Lohnniveau und anderes absenken wollen. So wie die Unternehmen es in allen Branchen seit letztem Jahr versuchen und aktuell auch die Personaldienstleiter im Bahnbereich. Überall sind die Unternehmen vom Virus der Verschlechterungen angesteckt und fordern Nullrunden oder schlimmer. Und so pokert auch der DB-Vorstand auf eine Nullrunde.

Alle gemeinsam!

Die Deutsche Bahn spielt dabei das alte Spiel von „teile und herrsche“: sie hetzt die Mitglieder der einen Gewerkschaft gegen die andere auf.

Solche Spielregeln der DB zielen darauf, dass wir verlieren: Diejenigen Bahnkolleg*innn, die sauer sind auf den schlechten EVG-Abschluss und diejenigen Bahner*innen, die sich deutlich mehr Lohn, bessere Teilzeitregeln im Alter, höhere Betriebsrente und und und wünschen.

Angenommen, wir würden nach eigenen Spielregeln vorgehen: uns an der Basis nicht auseinander dividieren lassen, sondern Verbindungen knüpfen über alle Bereiche hinweg, Aktionen starten? Das könnte mitreißend sein und Sympathie bringen. Alle könnten wir profitieren. Und die EVG-Mitglieder würden sich sicher auch über ein gutes Tarifergebnis freuen…

Gut Ding will angepackt werden

Weselsky hat die Forderung nach 4,8% Entgelterhöhung mit dem Öffentlichen Dienst verglichen. Ja, die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst hatten genau das gefordert und waren dann mit der Forderung nach Nullrunde durch die Arbeit“geber“ konfrontiert. Dann haben die Kolleginnen und Kollegen gestreikt! Den „systemrelevanen Berufen“ wird nichts geschenkt. Wir wollen auch keine quasi-Nullrunde. Und noch dazu gibt es einen dicken Haufen weiterer Forderungen. Dann nehmen wir uns diese Streiks im Öffentlichen Dienst als Orientierung? Warum nicht!?

Was hilft gegen sinkende Löhne?

Das Statistische Bundesamt hat nach ersten Berechnungen ermittelt, dass letztes Jahr im Durchschnitt die Reallöhne um 1 % gesunken sind. Außerdem teilte die Bundesbank mit, dass die Inflation in Deutschland deutlich gestiegen ist und ansteigen wird, auch wenn die Details tricky sind und keiner weiß, wie hoch genau sie 2021 ausfallen wird. Was hilft gegen sinkende Einkommen und Verlust der Kaufkraft? Ne dicke Lohnerhöhung für dieses Jahr und nächstes…

8. März – Internationaler Frauentag

Kommenden Montag ist der Internationale Tag der Frauenrechte. Hierzulande sind zum Beispiel die Gehälter in Berufen, in denen mehr Frauen als Männer arbeiten, immer noch viel niedriger. Hoch mit den Gehältern! Auch im DB Konzern ist bei der Wertschätzung von Frauen noch viel Luft nach oben. Doch in diesem Jahr gibt es noch einen weiteren Grund für die an diesem Tag geplanten Aktionen: Die Auswirkungen der Corona-Krise vertiefen die Ungleichheiten, einschließlich der eklatanten Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Diese Corona-Krise hat die Situation für viele verschlimmert, in erster Linie für Frauen: für viele berufstätige, weil sie in prekären Jobs zahlreicher sind, für Rentnerinnen, von denen viele Armutsrenten beziehen. Und Frauen sind viel häufiger im Dienstleistungs- oder Tourismussektor beschäftigt, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen sind. Und wer kümmert sich um die Kinder in den Zeiten, in denen keine Schule ist, die Kitas geschlossen sind? Die Statistiken zeigen auch die Zunahme häuslicher Gewalt.

Die Mobilisierung aller für die Rechte der Frauen ist weiterhin notwendig, am 8. März und darüber hinaus!

Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe…

Die Bundesnetzagentur hat gemeinsam mit dem EBA ein Verfahren gegen DB Netz eingeleitet wegen des Winter-Chaos. DB hat einen Haufen Ausreden, außerdem hätten sie immerhin 37 Gleisfahrzeuge gekauft… Am Ende wird irgendein Bericht rauskommen, der nicht ersetzen kann, was nötig ist: Personal und Material anschaffen, und zwar nicht in homöopathischen Dosen!

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