156 Milliarden Euro soll die DB zusätzlich bekommen, hat Pofalla ausgerechnet. Und er trällert weiter, dass die Bahn damit die „Voraussetzung für eine funktionierende Infrastruktur“ bekommen habe…. schon wieder mal. An Geld mangelt es wirklich nicht!

Ausschreibung – auf ein Neues!

Der Senat von Berlin zieht es wirklich durch, die Mega-Ausschreibung der beiden letzten Teilnetze und der Instandhaltung soll im November starten. Am Ende könnten sich drei EVU und mehrere Werkstattbetreiber, Berlin als Inhaber der Züge und eine Beschäftigungsgesellschaft (eine Art Leihar­beitsbude) auf dem S-Bahn-Netz tummeln. „Damit sich die Krise von 2009 nicht wiederholt“, heißt es. Damit lügen sie offen die Fahrgäste an. Die vielen Aufspaltungen und Zuständigkeitsgerangel, wo je­der Bereich auf sich selbst guckt und es nur darum geht, gute Zahlen zu liefern, haben zu dem heuti­gen Chaos geführt. Die ganze Privatisierung und Ausschreibung bringt nichts für die Fahrgäste und verschlechtert unsere Arbeitsbedingungen. Wenn nachher zum Beispiel Siemens/Stadler mit Zügen und vielleicht Werkstätten nur auf ihre Profite schauen, jeder Betreiber aber auch, kann sich nichts verbessern. Konkurrenz und Kooperation schließen sich schon von der Logik her aus.

Vor und nach jeder Ausschreibung drehen die Manager außerdem frei; Zielscheibe Tf und andere Schweinereien drohen uns noch viel mehr. Die Behandlung des „Patienten“ Bahn mit der Methode Ausschreibung hat den Gesundheitszustand verschlechtert. Die Antwort der Politik, dieser Diener der Bahnindustrie und Finanzinstitute: erhöhen wir die Dosis! Auch wenn sie tödlich ist.

All das Palavern mit den Politikern bringt nichts. Alle S-Bahn-Bereiche gemeinsam und zusammen mit den Fahrgästen gegen diese Verrücktheit, das könnte diesen zweiten Akt des Dramas stoppen.

Investitionen ohne Risiko

Das Land Berlin ist bereit, für 3 Milliarden (!) die Züge zu kaufen. Haben die das Geld dafür? Das ist beim Staat nicht die Frage. Finanzinstitute sind gerne bereit, für einen „kleinen“ Aufschlag, das zu finanzieren. Die Jugendämter, Schulen… müssen warten. Der Steuerzahler, also wir, blechen (und steigern so die Gewinne). Und nach Ablauf des Verkehrsvertrages nimmt das Land Berlin garan­tiert die Züge wieder ab… in welchem Zustand auch immer. Konzerne und Banken fordern die Unterstützung des Staates bei ihren Investitionen. Das ist Kapitalismus des 21. Jahrhunderts.

Vorwärts zum 35. Geburtstag der Republik DB

Lutz war bei „hart aber fair“. Was hat sein Gesab­bel gebracht? Die Erkenntnis: wir müssen besser werden! Und wieder: Ein Zug, der komplett ausfällt, ist nicht zu spät. Wenn die Nerven wieder wegen ausfallender Züge blank liegen, erinnern wir uns: Bingo, die Verspätungsstatistik geht nach oben. Mit Lutz werden die wirklichen Probleme auf den Tisch gepackt. Es geht vorwärts.

60% mehr Lohn – das geht doch

Die Abgeordneten von Berlin haben sich mehr Kohle genehmigt. Für einen Vollzeitjob halten sie 6.250 € im Monat für angemessen. Nehmen wir uns das als Vorbild!

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