
Das Friedensforschungsinstitut SIPRI aus Stockholm hat einen neuen Bericht über die weltweite Waffenindustrie veröffentlicht. Unter den größten 100 Rüstungskonzernen sind vier deutsche Konzerne: Rheinmetall landete mit einem gesteigerten Umsatz von 4,55 Milliarden Dollar auf Platz 28. Zuwächse hatten auch Hensoldt (Platz 69) und Diehl (Platz 93), während Thyssen-Krupp als einziges deutsches Unternehmen auf der Sipri-Liste ein Minus von 16 Prozent hinnehmen musste und um neun Plätze auf Rang 62 zurückfiel. Insgesamt ermittelte SIPRI für das Jahr 2022 etwas weniger Umsätze in der weltweiten Rüstungsindustrie im Vergleich zu 2021. Aber das ist kein Grund zur Freude. Viele Konzerne hatten schlicht Produktionsprobleme und konnte die Produktion nicht so stark steigern, wie sie angesichts der gestiegenen Aufträge gerne gewollt hätten. Die Auftragsbücher sind irre voll. 2023 wird sehr wahrscheinlich ein beängstigendes Rekordjahr der Rüstungskonzerne werden.
