Bahnanenrepublik DB

Ehemalige Vorstände und Bahn-Manager – insge­samt 42 Stück von dieser Sorte – erhielten letztes Jahr 10,1 Millionen € als eine Art Pension von der Bahn. Das waren im Schnitt 20.000 € monatlich! Die diebische Rentner-Clique aus den Top-Etagen des Bahntowers müsste auch mal „eingedämmt“ werden.

DEFA war da

Letztens haben die Reinigungskräfte in Spindlers­feld frei bekommen, damit ein Filmchen gedreht werden konnte über… die Reinigungskräfte in Spindlersfeld! Die S-Bahn wollte lieber junge moti­vierte rosige Schauspieler in dem Werbefilmchen, denen man Schichtarbeit und das draußen-arbeiten nicht ansieht. Unsere echte Schöhnheit traut sich die Bahn nicht zu zeigen?

Countdown November

Bald gibt es die neuen Pläne bei der S-Bahn. Kommen die gewinnmaximiert aus dem Computer? Oder gibt es doch noch Rücksicht? Hängt auch davon ab, mit wie viel Ärger die Chefetage rechnen muss.

Schlichtung im Hinterzimmer

Die Forderungen, die Welselsky vor der Schlich­tung verkündete, klingen imposant. Und richtig, wenn er sagt, dass die wirtschaftliche Situation des Konzerns nichts mit Corona zu tun hat. Und nun? „Kommunikationssperre“! Auf den Angriff der DB antwortet die GDL mit Säbelrasseln, um sich dann in Hinterzimmer zurückzuziehen, wo… was passiert? Weselsky alleine als Superheld das alles reißt? Die DB wird beeindruckt sein und sich denken: „Krass, was wir mit der EVG abgeschlossen haben, geht echt gar nicht, da müssen wir voll was raufpacken“? Nope. Die DB verhält sich wie alle Arbeitgeberverbände. Die denken über Branchen hinweg und sind sich bei Nullrunden und „Einsparungen“ absolut einig.

Gefällt es uns, nur abzuwarten? Bittere Kompromisse auf kleinstem gemeinsamen Nenner gab es schon einige.

Wir – alle Bahnerinnen und Bahner – haben mehr verdient. Wir müssen uns mehr Gehör verschaffen

BER-Eröffnung vom Sofa aus

Bei der super toll laufenden Vorbereitung auf die BER-Eröffnung wird bei Regio bei Streckenkunde gespart. Es gab eine SD-Karte und Adapter zum Gucken auf dem Tablet oder am PC zuhause, Zeitgutschrift und fertig. So der Plan. Aber der Tunnel hat es in sich und es ist sicherer, den vorher mal gefahren zu sein!

Regio muss sich auf ein paar bockige Kollegen einrichten, die ihre Strecke zum BER wenigstens einmal vorher real mitfahren wollen.

Scheuer garantiert… Klopapier

… nicht den Ausbau des Schienennetzes, das Ende der elenden Ausschreibungen…nein. Beim BILD-Talk kam letztens die Frage nach Hamsterkäufen auf und Andy wurde gefragt, ob er garantieren könne, dass es in Deutschland immer Klopapier gebe. Seine feste Antwort: „Ja“.

Er ist der richtige Mann für solche bescheuerten Fragen. Aber besser so was, als diesen Mann der Autoindustrie nach den vergeigten Maut-Millionen zu fragen. WC-Papier Manager, das wäre was für ihn.

Corona-Krise – und wo bleibt der Beitrag der Reichen und Großkonzerne?

Auch die Credit Suisse hat in ihrem neuen Global Wealth Report (Wohlstandsbericht) die Reichen unter die Lupe genommen: Sie wachsen und vermehren sich, die reinste Pandemie. Die Zahl der Millionäre hierzulande stieg um 58.000. Bisher gibt es 2,1 Millionen Deutsche, die eine Million an Vermögen oder mehr besitzen. Die Vermögensunterschiede sind in Deutschland grö­ßer als in anderen westeuropäischen Ländern: Das oberste Prozent hielt der Studie zufolge 2019 rund 29 % des Gesamtvermögens in der Hand.

Oder Daimler: Im Frühjahr hat das Management für Tausende Beschäftigte Kurzarbeitergeld kassiert, dann ein mega-Stellenabbauprogramm verkündet und jetzt liest man: „Daimler überrascht mit Gewinn von mehr als 3 Milliarden“. Nur so als Beispiel…

Die staatlichen Gelder durch die diversen Beihilfen, Kurzarbeitergeld usw. während Corona erhöhen sogar das Vermögen weniger.

Alle Kosten der Corona- und Wirtschaftskrise sind auf die Konzerne und Superreichen umzulegen und Arbeitsplätze müssen sicher sein!

USA: Der Wahlzirkus geht in die letzte Runde

Die US-Wahlen werden nächsten Dienstag, 3. No­vember, stattfinden. Die Abschlussdebatte letzte Woche im Fernsehen war eine Gelegenheit für Trump, seine dreckigen Dummheiten zu allen mög­lichen Themen vor der ganzen Welt auszubreiten. Aber in der Debatte erinnerte uns Biden auch dar­an, wie loyal er zum politischen System steht. Oberflächlich versuchen sie wie Oppositionelle auszusehen. Aber wenn man genauer schaut, dann nehmen sich beide nichts, wenn es darum geht, die Interessen des Großkapitals gegen die sozialen Bewegungen, wovon Black-Lives-Matter eine ist, zu verteidigen.

Es gibt wichtigeres als dieses Schauspiel, welches die Intelligenz beleidigt: angesichts einer grassie­renden Gesundheits- und Wirtschaftskrise liegt es an den Arbeitenden selbst, ihre Wünsche durchzu­setzen!

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