Generation Revolution: Linker Aktivist*innen Kongress der RSO Wien

Am 15. und 16.11. haben wir, die Revolutionär Sozialistische Organisation, einen zweitägigen Kongress organisiert. Bei diesem Kongress sind AktivistInnen der RSO Wien, Berlin und Düsseldorf, der NPA (Neue antikapitalistische Partei) aus Frankreich, der BfS (Bewegung für den Sozialismus) aus der Schweiz, von Aufbruch für eine ökosozialistische Alternative und von Fridays for Future Salzburg und Düsseldorf, BasisaktivistInnen von Pflegeprotesten, wie Care Revolution, Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, von der Charité Berlin und dem Sozialbereich sowie auch noch nicht organisierte Interessierte zusammen gekommen.

In den vier Themenblöcken, Gelbe Westen in Frankreich, Klimakatastrophe und Klimabewegung, Revolutionäres Afrika und arabische Welt 2011 und 2019, sowie Kämpfe im Care Bereich, wurde sowohl über die Erfolge dieser Bewegungen diskutiert, als auch über die Schwierigkeiten und Fragen, die sich dabei für AktivistInnen ergeben.

Bei der Auseinandersetzung über die Bewegung der Gelben Westen wurde herausgearbeitet, dass es nicht die klassischen VertreterInnen der ArbeiterInnenklasse, wie Gewerkschaften, waren, die die Bewegung anführten, sondern die Bewegung durch Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, PensionistInnen und Arbeitslose angestoßen wurde und sich dadurch andere Herausforderungen ergeben.

Im Klima-Workshop stellten wir gemeinsam fest, dass die Klimakrise nicht im Rahmen des Kapitalismus gelöst werden kann, dass es notwendig ist, durch Verschiebung der Kräfteverhältnisse, die Machtfrage insbesondere bezüglich der Energie- und Automobilindustrie zu stellen. Gleichzeitig haben wir analysiert, an welchem Punkt die Klimabewegung heute steht, welche Illusionen und Schwierigkeiten vorherrschen, worin aber gleichzeitig die Potentiale und Perspektiven liegen.

Zu Kämpfen im Care Bereich tauschten wir uns über unsere Erfahrungen zur Organisierung des Schweizer Frauen*streiks am 14. Juni 2019, verschiedenen Basispflegebewegungen in Wien sowie über Streiks im Sozialbereich und in Krankenhäusern in Berlin aus. Dabei diskutierten wir auch über die Rolle und Strategien von Gewerkschaften und ArbeitgeberInnen, sowie was BetriebsrätInnen tun können. Der gesamte Care Bereich wird weiterhin ein stark umkämpftes Feld sein, weswegen Vernetzung und gegenseitige Unterstützung in den verschiedenen Kämpfen besonders wichtig sind.

Die aktuellen Protestbewegungen gegen autoritäre Regime in Teilen von Afrika und der arabischen Welt, wie in Algerien, dem Sudan, Irak, Libyen, Syrien zeigen auf, wie der arabische Frühling von 2011 weiterwirkt, wie die dort lebenden Menschen sich nicht mehr mit kleinen Zugeständnissen zufriedengeben, sondern die Frage nach einer anders organisierten Gesellschaft aufwerfen.

Auch wenn nicht alle Fragen an diesem Wochenende gelöst werden konnten, zeigen uns diese vielen Stunden der gemeinsamen Diskussion auf, wie wichtig der Austausch zwischen AktivistInnen ist, wie notwendig die gemeinsame Organisierung und Intervention ist, um dazu beizutragen, dass die kommende Generation Revolution Erfolg haben wird.

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