Nullrunde und noch mehr Stress für Helden?

Nachdem das Schweigen in den Vorstandsetagen immer lauter wurde, platzte die „gute Nachricht“ in die Tagesschau. Lutz und Andy präsentierten ihr „Bündnis für unsere Bahn“. Mit Andy haben wir wirklich ein Zugpferd auf unserer Seite. EVG-Chef Hommel und der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende strahlten auch ob ihrer Einigkeit: Es werden weitere Einsparungen „durch kostensenkende Maßnahmen bei dem Personal- und Sachaufwand gehoben“. Von 2 Milliarden bei „Personalkosten“ ist die Rede. Das soll ohne Stellenabbau laufen. Also wie? Hommel selbst erwähnt die Arbeitszeiten. 12-Stunden-Schichten? Nullrunden? Noch höhere Belastung? Besprochen wurde wieder mehr, als dann veröffentlicht.

Weselsky machte seine eigene Pressekonferenz und schmollt, weil seine Ideen zu Netz und Betrieb nicht vorankommen. Nicht besser für uns.

Wir wollen keinen „Beitrag“ für die Bahn zahlen und auch nicht „Teil ihrer Lösung sein“.

Keine Ausschreibung der S-Bahn!

Letzten Freitag waren wir vor dem Roten Rathaus zusammen 90 Leute gegen die Ausschreibung.

Das ist nur ein Anfang! Solche Aktionen können durch keine Verhandlungen ersetzt werden. Der Senat ist sich einig? Wir sind es auch: Hände weg von unseren Arbeitsplätzen!

Maximal“ kennen wir schon

Laut Berliner Senat ist es bei der Ausschreibung im Wesentlichen dabei geblieben, was schon im November feststand. Unsere guten Argumente interessieren nicht. Nur ein paar Versprechungen sind dazu gekommen. Aber schwammiger geht es nicht: „Der Arbeitnehmerschutz ist dabei maximal gewährleistet…“. Was „maximal“ ist, um Investoren nicht zu verschrecken, ist zu wenig für uns.

Die S-Bahn macht das Spiel mit, sortiert uns schon mal in die Systeme und Teilnetze und macht Druck auf unsere Arbeitsbedingungen…

Wir haben keinen Grund, das über uns ergehen zu llassen.

Noch eine Farce

Heimlich wurde für RB Netz Ostbrandenburg im stillen Kämmerlein eine neue Ausschreibung gestartet. Es trifft sich die Pokerrunde wieder, um auf unsrem Rücken zu zocken? Und nach der Ausschreibung dasselbe wie jetzt wieder in NRW, wo Regio mit Abellio vereinbart hat, noch 6 weitere Monate zu fahren? Ganz freundschaftlich schreibt Regio: „So werden wir Abellio Rail NRW beim Mitte Juni anstehenden Betriebsstart der RE 1 (RRX) tatkräftig unterstützen (…) Im Wettbewerb sind wir Konkurrenten, aber auf der Schiene sind wir Partner im Sinne unserer aller Fahrgäste. Ein gemeinsames Zeichen, das in Corona-Zeiten besonders wichtig ist.“

Kein Pardon, trotz Corona

Die Geschäftsführung der S-Bahn hat sich die neue BV Arbeitszeit absegnen lassen. Werden sie sich trauen, alles bis aufs Messer auszureizen? Zum Beispiel bei den Meldestellen: die Geschäftsführung will uns in erster Linie „nach dem betrieblichen Bedarf“ zuordnen, also nach ihrem Willen. Wie schlimm sie es treiben werden, hängt von unserer Reaktion ab. Könnte doch sein, dass das der Tropfen Desinfektionsmittel ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Und das Management wäscht sich die Hände … in Unschuld

Regio Werk Lichtenberg, immer noch alt und gammlig. Hygienevorschriften? Desinfizieren? Vor Corona, nach Corona, nicht immer einfach, keimfrei vom Örtchen zu kommen.

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