
Ein paar S-Bahner nutzten den Berliner SPD-Parteitag am 9. Juni 2012, um gegen die geplante Auschreibung der S-Bahn zu protestieren. Die SPD-Funktionäre hätten vielleicht gerne ungestört ihr Treffen abgehalten, um sich mit sich selbst und ihren innerparteilichen Querelen zu beschäftigen, aber die Bahner haben ihnen keine Ruhe gelassen. Die SPD ist seit Jahren in der Regierung und trägt ein großes Stück Verantwortung für das Chaos bei der S-Bahn und den Stellenabbau. Die SPD will die Ausschreibung des S-Bahnnetzes für Finanz- und Bahninvestoren, was die Bahner ablehnen.

Protestierende Bahner vor dem Hotel, in dem der SPD-Parteitag stattfand.

Mit Transparenten und Flugblättern gegen die Ausschreibung und für den Erhalt der Arbeitsplätze.

SPD-Stadtentwicklungssenator Müller, verantwortlich für den Nahverkehr in Berlin, versucht mit seinem Gelaber die verärgerten Bahner zu beschwichtigen.

Einige Musikschullehrer und Dozenten der Volkshochschulen, die vom Land Berlin als „Selbständige“ ohne Arbeitnehmerschutzrechte ausgebeutet werden, sind auch vor Ort. Sie fordern Tarifverträge und Absicherung bei Krankheit.
