Entschlossene Maßnahmen für die Flüchtlinge statt Abschreckung!

Mangel billig beheben

Alte Probleme, alte Lösungen. Seit Jahren gibt es
einen Pflegenotstand (nicht nur) in Berlin und Gesundheitssenator
Czaja will daher den Beruf der
Krankenpflegehilfe wieder einführen. Er erhofft sich
damit die „Qualität der Pflege unterhalb des Fachkräfteniveaus“
zu sichern. Oho, brauchen wir etwa
Hilfskräfte, die dann zum Schluss noch die Augen zu
drücken und die Decke drüber legen? Oder soll a lá
Servicekraft wieder ein Niedriglohnsektor eingeführt
werden? Wir wollen unsere KollegInnen aber gut
ausgebildet und gerecht entlohnt!

Das MDA-Wunder

Wunder, oh Wunder, die Charité verkündet, dass die
MDAs doch nicht in die Dienste der CFM geschickt
werden. Dies könnte eine große Erleichterung sein,
aber seit wann schenkt uns die Charité etwas ohne
Kampf? Sie wird nun nur noch über die CFM MDAs
einstellen. Die Arbeitsteilung in Aktensortieren und
Abrechnung wird irgendwann Konsequenzen für die
Arbeitsbedingungen haben. Und am Ende wird die
Charité dann das bekommen, was sie wollte – noch
mehr schlechter bezahlte KollegInnen in der CFM.

„Zukunft Altersmedizin“

Unter diesem Thema lief im Oktober der diesjährige
„Life-Science-Day“ mit großer Podiumsdiskussion
mit Einhäupl und vielen schlauen Referenten von der
Charité. Es war nur schade, dass sie keine Pflegekraft
aus der 46a (Geriatrische-Reha) im Franklin
auftreten liessen. Die hätte zu so tollen Themen wie:
„Eröffnung ohne geplantes Personal“ oder „Improvisieren
statt Investieren“ sicher so manche tolle
Anekdote beisteuern können.

Liebe Frau Gastmeier

Wir haben gehört, Sie rechnen für sogenannte Normalstationen
mit 15 Minuten pro Schicht, die eine
Pflegekraft für die Händedesinfektion aufbringen
muss. Das sind bei einer Einwirkzeit von etwa 60
Sekunden genau 15 Händedesinfektionen. Da fragen
wir uns doch, ob Sie es so nötig haben, sich
Liebkind bei Vorstand und Pflegedirektion zu machen
oder ob Sie die 15 Minuten je Patient meinen?
Das macht oft in einem Charité-normal besetzten
Frühdienst 2,5 Stunden! Liebe Frau Gastmeier, das
könnten Sie doch bitte einmal in den laufenden Tarifverhandlungen
als Knaller mit einbringen.

Dolle Leistung!?

In allen Zeitungen Berlins stand es: Die Charité hilft
den Flüchtlingen. Und ohne verwechselt werden zu
wollen: Das ist auch gut so! Oder besser, es wäre
gut so. Denn das Sparkonzept der Charité und der
Politik hat das Personal soweit runtergefahren, dass
auf besondere Situationen nicht mehr reagiert werden
kann ohne den ehrenamtlichen Einsatz medizinischen
und pflegerischen Personals. Ob es nun um
die Versorgung von Flüchtlingen geht oder um die
Versorgung vieler Grippe- oder gar Ebola-Kranker.
Die Charité-Oberen sind natürlich auch nicht faul.
Sie sichern eine Versicherung der Ehrenamtlichen in
den Flüchtlingsunterkünften zu und verhandeln mit
dem Senat einen Preis für den Einsatz von ärztlichem
und Pflegepersonal aus, welches eigentlich
gar nicht vorhanden ist. Das ist doch wirklich mal ne
Leistung!

ZusammenStehen!

Darauf haben wir so dringend im Sommer gewartet!
Bei Vivantes startete nun im Oktober endlich die
ver.di-Kampagne »ZusammenStehen«, für bessere
Arbeitsbedingungen und die Auflösung von Tochtergesellschaften.
Doch die Erfahrung zeigt, dass wir
uns nicht darauf verlassen können, dass die Gewerkschaft
uns Beschäftigte beider Großunternehmen
Vivantes und Charité auch im Arbeitskampf für
die Durchsetzung dieser Ziele zusammenführt. Daher
müssen wir das schon selber tun. Ein nächster
Termin für das Zusammenkommen könnte ja durchaus
das Tarifberatertreffen am 02.11.2015 sein.

Wie unkreativ!

Also wirklich. Da haben wir von unserer Chefetage
doch mehr erwartet! Aber nein. Die können doch tatsächlich
nur klauen und abschreiben. Man stelle sich
vor: Unsere neuen Überlastungsanzeigen-
Checklisten sind geGuttenbergt!
Die wurden einfach schnöderweise aus dem Uniklinikum
Essen übernommen. Denen ist auch wirklich
kein Mittel zu billig um uns jegliche Hilfe zu verwehren.
Herausforderung angenommen!
Die Charité-Oberen glauben auch wirklich sie können
sich alles erlauben. Ab 01.11.2015 gilt: keine
Nebenabreden mehr und kein Leasing mehr auf den
Stationen. Wer den Sch*** ausbaden darf ist klar.
Schließlich haben wir faktisch nicht mehr Personal
seit dem Sommer bekommen. Das ist ein weiterer
Grund zu dem erweiterten Tarifberatertreffen am
02.11. im Verdi Haus zu gehen! Das gilt für jeden
Kollegen. Wir sollten nun genauso Druck aufbauen
und diese Schweinerei nicht unkommentiert geschehen
lassen. Wir sollten die Gelegenheit nutzen und
alle zusammen beraten, wie wir dagegen vorgehen
können – Streik nicht ausgeschlossen?!

Ach nee,

wirklich?! Bei der Fußball WM in Deutschland sind
Schmiergelder geflossen?! Das kann doch nun wirklich
keiner mehr ernst nehmen! Glaubten die im
Ernst man nimmt ihnen das Märchen vom Deutschen
Sauberfußball ab? Die gespielte Entrüstung
der Medien ist wirklich mehr als lächerlich. Da waren
ja so manche Vorrundenspiele unterhaltsamer.

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