Ein großer „Kulturunterschied“?

Gelände vermietet?

Seit einem Monat übernachten ab und zu ein paar Fedex-LKWs auf unserem Parkplatz. Hat der Eigentümer AVENTOS einen lukrativen Deal abgeschlossen?

Ein großer „Kulturunterschied“?

Osrams Übernahme durch ams wirft Fragen auf. Soll man die Gier nach Gewinnen eine Kultur nennen? Dann gäbe es zwischen ams und Osram keinen großen Unterschied. Osram und ams teilen dieselbe „Kultur“. Alle erfahrenen alten Kolleg:innen werden es den Jüngsten bestätigen.

Dabei sind die besten Zeugen der Methoden des alten Osrams nicht mehr da: freiwillig oder gezwungenermaßen haben sie ihr Leben anderswo organisiert.

Ewig fit wird langsam ungesund

Die Vereinbarungen zum Personalabbau „Fit for future“ wurde bis Sept 2022 verlängert.

Mit der Einrichtung der neuen Linie waren wir vorläufig nicht mehr unter Druck gesetzt. Mit der Verlängerung der „Fit for future“ hält sich die Betriebsleitung weiter die Möglichkeit offen, Kolleg:innen die Tür zu weisen. Wir halten zusammen!

Da haben wohl einige gepennt

In Regensburg soll ein Mitarbeiter zwischen 2012 und 2016 immer wieder Goldspäne gestohlen haben. Angesichts der knauserigen Löhne bei Osram war die Idee des Kollegen eigentlich nicht so schlecht….

Geld zum Teilen

ams stellt Sensoren für Smartphones her, unter anderen für Apple. Während Corona hat dieses Geschäft bis heute ein Schweinegeld gebracht: für das dritte Quartal 2021 wird es voraussichtlich ein Umsatz von rund 1,5 Milliarden Dollar und eine „bereinigte Umsatzmarge“ von 10%!

Den sind wir los

Olaf B. hat eine Stelle in Österreich gefunden, bei Gasmotorenhersteller Innio. Wir wünschen den Kolleg:innen, die dort mit ihm zu tun haben werden, den richtigen Biss.

Vom Kino zur Realität

Die Kino XBO Fertigung läuft noch nicht zu 100 Prozent, was die Betriebsleitung ungeduldig macht. Sie sah Arbeitsbereiche, „die dringend verändert werden sollen“ und erfand eine „5 A Kampagne“. Was das für uns bei der Produktion bedeuten wird, wird sich bald zeigen.

Ideen muss man haben!“

Die dumme Werbung von Hellweg hat Junge bekommen: Osram ist sogar soweit, die „Durchlaufzeit“ der Ideen im Betrieb zu messen!

Geht es darum, die Qualität zu verbessern oder die Arbeit von allen zu erleichtern? Oder eher darum, Mitarbeiter einzusparen?

Auf der Ebene des Vorstands stolpert man immer über die Idee der Gewinnmaximierung. Dafür gibt es dann richtig Kohle.

„Uns gehen die Ideen nie aus“, sagt die Betriebsleitung. Das ist einerseits fraglich, anderseits macht es misstrauisch.

Abfahrt nach Stellenabbau?

Infolge des weltweiten Mangels an Halbleitern kassieren die Kolleg:innen des Opel-Standorts Eisenach Kurzarbeit. Bei Mercedes in Berlin gibt es aus demselben Grund Kurzarbeit.

Ob Opel-Eisenach 2022 wirklich wieder produzieren wird ist zudem fraglich. Schlimmer: bei Opel-Rüsselsheim wurden Mitarbeiter ermuntert, anderswo Arbeit zu suchen. Sie seien angeblich zu teuer, und die Betriebsleitung von Opel schielt sowieso nach einer Verlagerung der Produktion nach Marokko.

Am 29. Oktober organisiert die IG Metall bundesweit einen Aktionstag „für den #Fairwandel“. Die Gelegenheit kurz und klar zu sagen: nein zu Stellenabbau, bei Opel wie überall!

Rassismus raus aus den Köpfen!

Bei Osram – sowie bei der gesamten Industrie Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg – finden sich zahlreiche Kolleg:innen aus der ganzen Welt zusammen. Zuletzt ein Kollege aus Afghanistan: wir haben eigentlich alle Nationalitäten.

Mit dem Wahlkampf in den letzten Monaten hat aber die AfD wieder mal versucht, unter uns einen fiesen Rassismus einzureden.

Die pauschalisierten Vorwürfe an den Migrant:innen zielen darauf ab, uns vergessen zu lassen, dass wir alle für dieselben Geier schuften, und zwar die Aktionär:innen.

Bei der Bundestagswahl war es diesmal besonders schwer, sich für die eine oder die andere Partei zu entscheiden. Zwischen der Pest der CDU und der Cholera der SPD gab es keine Lösung. Es war auf jeden Fall besser sich zu enthalten, als die AfD zu wählen.

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