Dicke Luft im Pausenraum

Dicke Luft im Pausenraum

Es gibt immer mehr Pausen Treptower Park… wieder eine Entscheidung aus den Untiefen der Teppichetagen, wo rein rechnerisch vieles passt, aber den Realitätscheck nicht schafft. Der Pausenraum ist nun oft überfüllt, es gibt nicht genug Sitzplätze, da helfen die Schwingsessel nicht, denn horizontal essen geht nicht so richtig.

Die Pausenräume sind immer wieder ein Problem, wegen Überfüllung, rumstehender Putzmittel, dazu Überlegungen mit Container zwischen den Gleisen.

Die DB kann auch anders… wenn es um ihre sogenannten Führungskräfte und ihren Selbstbedienungsladen namens Vorstand geht. Selbst die Klos im DB Tower sind gemütlicher!

Pläne, die einen aus der Bahn werfen

Dienste mit 7 Stunden Ring in einer Schicht nehmen zu. Auch die schleichende Ausweitung auf 3 Runden am Stück haben wir bemerkt. Geht‘s noch? Die Chefetage wirft uns zur Rechtfertigung den Tarifvertrag und die Betriebsvereinbarung vor die Füße und meint, das sei erlaubt. Aber wir erlauben solche Pläne auf dem Rücken unserer Gesundheit und mit größerem Sicherheitsrisiko nicht! Was zählt mehr? Papier oder Leben?

Ruhe, die verdächtig ist

Die Zielbild Tf -Arbeitsgruppe hat sich selbst aufgelöst, um… wiedergeboren zu werden? Die Geschäftsführung wird sicher nicht stillhalten. Unter dem Vorwand der Ausschreibung laufen die Planungsspiele weiter, wenn wir nicht genug Gegendruck aufbauen.

Ausschreibungskarussel unter Freunden

Während die Pläne zur Ausschreibung der S-Bahn weiterlaufen, kriegen wir im Nordosten ein Beispiel für die Verrücktheit des Heiligtums Wettbewerb. Regio bejammert den „Verlust“ der RE 9 Rostock-Stralsund-Sassnitz und RE 10 Stralsund-Züssow an die ODEG, bekommt aber RE 1 Rostock-Schwerin-Hamburg, RB 17 Rostock-Schwerin und RB 25. Regio ist zwar vor Gericht gezogen wegen der Direktvergabe. Aber das ganze stinkt bis nach Berlin. Die Leute in den Chefetagen kennen sich doch alle irgendwie. Wer hat da diesmal mit wem Golf gespielt?

Und dann posaunen sie immer noch ihre Lügen in die Welt hinaus, Ausschreibungen seien das beste Rezept für besseren Bahnverkehr… Sicher nicht.

Minusstunden – ihr Problem, nicht unseres

Auf manche bei der S-Bahn lastet wegen der Minusstunden vom letzten Jahr großer Druck. Vor allem bei den Aufsichten. Wir haben nichts verbockt und nicht für die Planungen des Unternehmens gerade zu stehen. Minusstunden, bezahlt und ohne Nacharbeit… das ist ok für uns.

86 Milliarden… fürs schwarze Loch

Oberfeldmann Scheuer und seine Kumpels aus dem Bahntower haben nun mit großer Show den 86-Milliarden-Vertrag unterschrieben. Viel Lärm um was? Bei einem Vertrag über 10 Jahre sind das zwar stolze 8,6 Mrd. pro Jahr, aber im Bundeshaushalt sind – nur so als Vergleich – sogar 10 Mrd. für Bundesstraßen im Jahr eingeplant. Und wohin werden die 86 Mrd. fließen? Gute Nachrichten für uns, das Klima und die Fahrgäste sehen anders aus.

Frankreichs Regierung auf dem falschen Fuß: Streiks und Proteste gehen weiter

Nach mehr als 5 Wochen Streik gegen die Rentenreform warf der Premierminister den Gewerkschaften einen Knochen hin: die Regierung würde auf die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre verzichten…. aber nur bis 2027 und auch nur unter der Bedingung, dass die „Sozialpartner“ (also die Gewerkschaften) alternative Sparmaßnahmen festlegen – zu Lasten der Arbeitenden. Der Chef der Gewerkschaft CFDT spricht von „Sieg“, die deutsche und französische Presse auch. Aber die Streikenden sind weit davon entfernt, das zu akzeptieren. Sie wollen die vollständige Rücknahme der Reform und lehnen jede Kürzung der Renten ab. „Der Streik den Streikenden“ ist viel zu hören. Es gibt keine „Sozialpartnerschaft“, es herrscht Klassenkampf. Die Demonstrationen gehen weiter und auch die Streiks, vor allem bei SNCF und den Pariser Verkehrsbetrieben. Und das, obwohl der lange Streik schwierig ist und mehr und mehr finanziell schmerzt. Der Kampf gegen die Rentenreform ist für viele eine Gelegenheit, ihre Wut zu zeigen und weitere Forderungen auf den Tisch zu packen.

Niedrige Renten… das betrifft uns alle

Laut Monitor ist die Zahl der Älteren, die als arm gelten, deutlich gestiegen: auf 3,2 Mio. im Jahr 2017, aktuellere Zahlen gibt es nicht.

Das DIW hat veröffentlicht, dass etwa 625.000 Rentnerhaushalte nicht einmal das absolute Minimum für den Lebensunterhalt haben, so dass sie Grundsicherung bekommen müssten, was ihnen ungefähr 30% mehr einbringen würde. Aber „Dank“ der komplizierten Verfahren kriegen sie die Sozialleistungen nicht. Das summiert sich auf etwa 2 Mrd. jedes Jahr und sagt viel über versteckte Altersarmut (ein Problem, das Großaktionäre und Unternehmen nicht kennen, weil sie genug Berater bezahlen, und auch letztes Jahr wieder große Gewinne machten)!

Statt dass jeder einzeln noch mehr ranklotzt, wie wärs damit, die Unternehmen mehr Steuern und Beiträge zahlen zu lassen, gut bezahlte Jobs zu schaffen und die Renten zu erhöhen!?

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