Alte Masche: durch Jammern gewinnen

Alte Masche: durch Jammern gewinnen

Angeblich 3,7 Milliarden Verlust will die DB im ersten Halbjahr gemacht haben. Bei DB Regio Schiene soll das „Betriebsergebnis“ mit minus 183 Mio. Euro “stark abweichen“ (übersetzt: nicht so viel Gewinn, wie geplant). Was die da alles reingerechnet haben? Zum Beispiel mussten sie ihre Erwartungen mit Arriva abschreiben. Wir jedenfalls sind alle gefahren und haben gearbeitet, trotz Corona, an uns liegt‘s nicht.

Das „Drama“ fällt ganz zufällig in die Zeit, wo es viel Staatsknete zu holen gibt und… Tarifverhandlungen…

Wir zahlen jedenfalls nicht: Statt „Nullrunde“ und Streichungen, mindestens 300 Euro mehr für alle und bessere Arbeitsbedingungen.

Rücknahme der Ausschreibung der S-Bahn!

Am 7. August hat der Senat die Ausschreibung formell gestartet. Die Pakete und Varianten sind die, die wir schon kennen. Das Land Berlin wird Eigentümer der Züge, und entlastet damit den oder die künftigen Betreiber. Gefordert wird die Übernahme des Werkstattpersonals und der Lokführer. Aber was bedeutet das wirklich? Und was ist mit Disposition, Fahrgastinformation…., den Kollegen in den Subunternehmen? 30% sollen es sein! Auch die Preise sind geheimnisvoll.

Für die Geschäftsführung ist das ein Vorwand mehr, in jeder Ritze nach „Effizienz“ bei uns zu suchen, damit sie die Ausschreibung gewinnen.

Bis Anfang Dezember sollen Konzerne ihr Interesse anmelden, Mitte August 2022 soll der „Gewinner“ feststehen. Gut getimet, dass das nicht in die Berlinwahlen fällt.

Da kann einem glatt der Arsch auf Grundeis gehen… oder auf die „Barrikaden treiben“!

Wenn der Senat anders gewollt hätte, hätte er anders entschieden. Wie alle Regierungen, ist der rot-rot-grüne Senat nicht bereit, gegen die Wirtschaft und Finanzinstitute zu entscheiden.

Wenn wir die Rücknahme der Ausschreibung und bessere Arbeitsbedingungen erreichen wollen, dann müssen wir raus auf die Straße und uns Gehör verschaffen. Eine Gelegenheit ist die nächste Kundgebung:

Freitag, 14. August

16 Uhr am Gesundbrunnen-Center

www.eine-s-bahn-fuer-alle.de

Tote Hose oder kurze Hose

Damit wir nicht komplett und sofort bei der Hitze umkippen, gibt es die ersten Kühlwesten und kurze Hosen sind erlaubt… aber nicht immer, nur manchmal.

Kleinlich, wie wir sie kennen. Häufigere und längere Pausen, wo man mal echt runterfahren und duschen kann, ohne zwischen Stulle, Pinkeln und Getränk wählen zu müssen, und insgesamt kürzere Schichten, das ist immer noch das Beste.

Ohne Fahrgäste macht die DB eine gute Figur

Der Testzug der neuen S-Bahn-Baureihe dreht seine Runden. Aber leer, ohne Fahrgäste, die die Türen aufhalten, vieles aus dem Alltag dürfen sie nicht ausprobieren. Theoretisch klappt es schon mal…

Doch nur Primark

Die neuen Uniformen hatte DB Fernverkehr groß angepriesen. Aber Guido ist raus, ohne Shopping Queen siehts im Praxistest nicht so gut aus: Nähte reißen, Taschen fehlen (oder gehört künftig ein Brustbeutel mit zur UBK?), zu warm.

Zum Probieren gab es besseres Zeug. Das ist, als wenn man einen BMW testen durfte, und jetzt einen Fiat geliefert bekommt.

Alles kann, nichts muss?

Nach der neuen BV Arbeitszeit steht jetzt „Schiffe versenken“ an, auch Urlaubsplanung genannt. Das wird wieder eine große Lotterie. Dann kommt die Einteilung der Schichtlagen. Wird man die gewünschte Schichtlage kriegen? Viele von uns wollen keine Nachtschichten mehr. Wenn es nach der Geschäftsführung geht, dürfen wir uns viel wünschen. aber alles nur nach „betrieblichen Möglichkeiten“. Wünsche, ja, die haben wir, viele, klar. Aber was kommt bei raus? Hängt davon ab, ob wir schon genug der Geschäftsführung auf die Nerven gegangen sind.

Corona-Prämie in der Sommerpause

Als die Corona-Pandemie auf dem Höhepunkt war, gab es viel Dank für die Pflegekräfte und Ärzte in den Krankenhäusern und Altenheimen. Und nun, wo die „Normalität“ eingekehrt ist… Der angekündigte Coronapakt macht Sommerpause. Aber nicht nur der. Die Charité-Kollegen hatten drei mal 150 € brutto bekommen, seit Juli nicht mal mehr diese Mini- Corona-Zulagen.

Der Heldenstatus ist halt ein recht kurzlebiger.

Was hilft es, wenn da „Die Zeit“ berichtet, dass das Personal in Kliniken und Arztpraxen überdurchschnittlich viele Infizierte aufweist? Bisher mehr als 14.000! Allein in Deutschland!!

Was hilft es, wenn Politiker und Klinikleitungen sich überschlugen: 500, nein 1000, nein 1500€ extra sollte es geben? Im Moment stehen die Kollegen an der Charité bei 450€ und das reicht nicht mal als Entschädigung aus, um andauernd die Kalaycis und Spahns zu ertragen. Was da hilft, sind die alten Forderungen: Mehr Geld, mehr Personal und kürzere Arbeitszeiten. Mit oder ohne Virus.

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