Nach dem Wahlerfolg: zusammen weiter kämpfen!

Abwarten…

Letzte Woche Mittwoch war Richtfest für den Neubau
in Mitte angesagt. Alles von Rang und Namen war da
und sparte nicht mit Lob. Eine wirklich „grandiose
Leistung“ so ein Neubau. Jaja, der Berliner kennt das
ja schon vom BER und feiert lieber erst, wenn die
Brandschutzbeauftragten mit der Visite durch sind.
Nehmen wir sie doch mal beim Wort!
Noch mehr Lob wurde bei der Vorstellung des Gesamtentwicklungsplanes
der Charité beim Senat verteilt.
Die Scheeres überschlug sich fast vor Begeisterung.
Wenn man hier arbeitet lässt sich diese Begeisterung
nur schwer nachvollziehen. Aber gut. Auf jeden
Fall nutzte der Senat diesen Termin mal wieder,
um Finanzierungszusagen zu machen. „Als Land
stehen wir zu unserer Verantwortung für die Charité
und werden auch in den nächsten Jahren alles dafür
tun, dass die notwendigen Investitionsmaßnahmen
Schritt für Schritt durchgeführt werden.“ Na dann mal
her mit der Kohle!

Wo der Mindestlohn so bleibt…

Der gekündigte kaufmännische Leiter der medizinischen
Fakultät hat vor Gericht eine Einigung mit der
Charité erreicht. Die angeblichen Sonder- und Geheimkonten
der Fakultät (welche es natürlich nicht
gibt) sind dabei weniger interessant. Spannend ist
dagegen, dass der werte Herr nun über 360.000 €
von der Charité erhält. Solch stolze Summen kommen
schnell zusammen bei einem monatlichen Gehalt
von 12.500 € (!!!), einer Abfindung von 200.000 €
und Bonuszahlungen von 50.000 €. Da bleibt einem
doch glatt die Spucke weg, wenn man nebenbei die
ganzen Diskussionen um den Mindestlohn mit läppischen
8,50 € verfolgt hat. Aber klar, bei den einen will
man den Mindestlohn nicht zahlen, weil man angeblich
die Arbeitszeiten für die Lohnabrechnung nicht
dokumentieren kann und den anderen schmeißt man
– natürlich undokumentiert – das Geld hinterher…

Zusammenarbeiten Leute!

Neuste Neuigkeiten! Wissenschaftler der Charité, des
Max-Planck-Instituts und der Universität Konstanz
haben in einer STUDIE herausgefunden: Die Zusammenarbeit
von Ärzten reduziert Diagnosefehler!
Wahnsinn, wofür man alles Studien braucht…

Nerviger Rekord!

3714 Einsätze flog unser Christoph, also der Rettungshubschrauber
des ADAC am CBF. Soviel wie
noch nie. Schade nur, dass das auch 3714 Mal das
Gefühl bedeutet, dass Christoph jeden Augenblick
durchs Fenster ins Patientenzimmer einfliegt.

Ver.di reichts!

So steht es in einem kleinen Aufruf, sich zu organisieren.
Riechen wir da schon ein wenig Streikluft?
Ach! Das wäre dringend nötig, denn uns an der CFM
reicht es schon lange!

Gesichert: unsichere Dienstpläne!

Mit der sog. Sicherung des Dienstplanes sind für die
folgenden Wochen des Monats der Ort und die Zeit
der Schichten festgelegt. Und man kann beginnen,
seinen Alltag drum herum zu organisieren. So wäre
es, wenn man nicht als Pflegekraft an der Charité arbeiten
würde. Und wir reden hier nicht von unserem
Einspringen aus dem Frei oder den Wechseln der
Schichten, weil es besser für die Station passt. Wir
reden hier von einigen selbstherrlichen Leitungen, die
den Dienstplan nach ihrem Gutdünken ändern, ohne
mit uns zu reden. Klar, das ist ja auch schön bequem
und ganz nebenbei schafft man auch noch Unfrieden
unter den KollegInnen. Schließlich weiß ich nicht unbedingt,
warum der Kollege heute nicht kommt und
ich alleine ackern darf. Wem das zu bunt wird, der
nimmt seinen Hut und Jäckchen und sagt Bye Bye
zur Charité. Auch eine Art des Personalmanagements.

Charité ist bunt…

und setzt auf ihre Art und Weise ein Zeichen gegen
PEGIDA. Denn da laufen die Krankentransporter mal
mit der grünen Praktikanten-Kleidung rum oder die
Reinigungskraft trägt das braune Derma-Hemd und
die brombeerfabene Anfängerhose. Doch dieses
Missmanagement gibt es nicht erst seitdem der Vertrag
mit La Rosé ausgelaufen ist, sondern schon einige
Jahre in der Charité und CFM. Für die Wirtschaftlichkeit
und die „Schwarze Null“ wird halt alles
getan, auch wenn der eine oder andere Mitarbeiter
vielleicht auch bald mal nackig rumrennen muss. Und
apropos Wirtschaftlichkeit – die Kleidung wird nun in
Riesa gewaschen. Liegt ja nur ein paar hundert Kilometer
von Berlin entfernt und unsere Klamotten werden
durchs halbe Land gekarrt, immer wieder, hin
und her. Ökologisch und Wirtschaftlich mal wieder
richtig toll gemacht!

„Geistiges Eigentum“ über Menschenleben

Obama war kürzlich (mit einer Flotte von Pharmalobbyisten)
in Indien eingeflogen und hat richtig auf den
Tisch gehauen. Amerikanische Pharmakonzerne verlieren
Millionen aufgrund der günstigen Generika
„Made in India“ und das soll natürlich aufhören. Konsequenz
daraus: Millionen von Menschen können
sich bald keine lebenswichtigen Medikamente mehr
leisten. Und trotzdem: Der US-Export nach Indien,
wovon dann vor allem die Pharmaindustrie profitieren
würde, würde auf 171% ansteigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert