
Bilder des israelischen Ministers für nationale Sicherheit Ben Gvir, der versucht, die vor der Küste Zyperns festgenommenen Aktivist:innen der Flottille zu demütigen, gingen um die Welt. Sie dienen nur dazu, das abscheuliche Gesicht des israelischen Staates offenzulegen, der auf der Kolonisierung der Palästinenser:innen und Apartheid gegründet wurde. Das Gefühl der Straflosigkeit unter den israelischen Führern ist so groß, dass sie sich frei fühlten, diese Entführung in Hoheitsgewässern außerhalb ihrer Zuständigkeit durchzuführen. Der deutsche Außenminister „verurteilte“ nun das Verhalten Ben Gvirs in einer Stellungnahme. Eine Heuchelei, wenn man bedenkt, dass Deutschland enger Verbündeter Israels ist und wir gesehen haben, dass auch die deutsche Polizei palästinasolidarische Aktivist:innen misshandelt und demütigt.
Jede Person, die auch nur einen Funken Menschlichkeit besitzt, kann auf die Behandlung
dieser Aktivist:innen nur mit Abscheu und Empörung reagieren. Unter den Gefangenen der
letzten Flotilla befand sich auch ein Genosse unserer Schwesterorganisation in Griechenland,
OKDE-Spartakos. Er wurde mit anderen Aktivist:innen am 21. Mai am Flughafenin Istanbul
frei gelassen.
Die Demütigungen, die sie erleiden mussten und wir veruteilen, spiegeln dennoch nur
abgeschwächt die extreme Gewalt wider, unter der die Palästinenser:innen leiden – eine
Gewalt, an die sich die Hunderttausenden jungen Menschen und Arbeiter:innen, die sich auf
allen Kontinenten für Palästina mobilisieren, niemals gewöhnen sollten und werden.
Wir schließen uns den Stimmen all jener an, die sich mit den Aktivist:innen solidarisieren,
und wir werden nicht aufhören, gegen den Genozid an den Palästinenser:innen sowie für ein
Ende der Besatzung und Kolonisierung zu kämpfen.


