Mopp in Not
Es kam ja schon oft genug vor, dass die Lage an der Moppfront
in Mitte ziemlich mau aussah. Da wurde der/dem einen
oder anderen KollegIn schon mal unterstellt man würde die
Möppe irgendwo bunkern und deswegen seien zu wenige
da. Jetzt ist aber schon seit Anfang des Jahres eine
Waschmaschine kaputt. Und der Mangel an Möppen ist allgegenwärtig.
Schon blöd und peinlich, wenn man so haushaltet
wie die CFM. Das wäre wie wenn eine 10-köpfige
Familie ihren Haushalt ohne Waschmaschine meistern sollte.
Ein Ding der Unmöglichkeit. Nur dass im Falle der Familie
irgendwann das Jugendamt vor der Tür steht, weil die
Kinder in der Schule vor Dreck stinken. Im Falle der CFM
scheint sich keiner daran zu stören… solange bis wir dagegen
richtig Stunk machen.
Klipp und klar gilt eben nicht für jeden…
Na, das ist doch mal ne Ansage von Herrn Giebe. Bei der
Betriebsversammlung macht er nochmal allen klar, dass es
dieses Jahr keine Lohnerhöhung geben wird. Da hätte er
sich das Dankes-Bla-Bla vom Anfang ja auch sparen können.
Was er natürlich nicht dazu gesagt hat ist, ob das auch
für den ganzen Wasserkopf und die Anzugträger der CFM
gilt…
Die schwarze Null…
Sie ist einfach magisch. Jeder will sie haben. Doch ist sie
dann da, haben wir uns irgendwie etwas anderes darunter
vorgestellt. Wenn die da oben von der schwarzen Null reden
meinen sie für die CFM im Jahre 2010 414.000 Euro,
2013 443.000 Euro und 2014 424.000 Euro. Und das sind
die Gewinne, nachdem sich schon die Nichtstuer bei
Vamed, Dussmann und Hellman bedient haben! Mal ehrlich,
würden wir beim Blick auf unseren Kontostand, bei solchen
Zahlen von einem „ausgeglichenen Haushalt“ sprechen?
Und das nachdem wir ein Jahr lang im übertragenen Sinne
von Wasser und Brot gelebt haben?!
Spitzenvater des Jahres
Wieder mal ein toller Preis, der an die Charité geht. Diesmal
an den Vaterbeauftragten. Den gibt es wirklich. Denn für
Ärzte und in der Forschung Beschäftigte ist es wohl oft nicht
leicht, das Recht auf Erziehungszeit für Männer in die Realität
umzusetzen. Dagegen sprechen z.B. höherer Verdienst,
Angst um die Karriere oder befristete Verträge. Noch etwas
fällt auf. Kinder werden älter und benötigen auch im Kitaoder
Schulalter Aufmerksamkeit. Und dann ist es auch an
der Charité nicht weit her mit der Familienfreundlichkeit,
trotz Vaterbeauftragtem. Frau bleibt zu Hause. Der Spitzenvater
hat eine Antwort: Vielleicht noch ein Baby! Auch eine
Art, der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken.
Unseriös?!
So ist die Einschätzung der Krankenhausgesellschaft bezogen
auf den ver.di Nachtdienstcheck. Die Fragen wären
suggestiv gewesen und ver.di habe keine medizinische
Kontrollfunktion. Das kann schon sein. Aber zählen können
die Leute von der Gewerkschaft sicher. Und da bleibt es
nun mal bei Verhältnissen von 1 Pflegekraft und 25 PatientInnen
auf vielen Stationen. Wer das nicht glaubt, kann gerne
vorbeikommen. Wir zählen dann gemeinsam durch. Aber
klar muss dem Besserwisser sein, Kaffee gibt’s keinen –
auch nicht nachts, denn – Pause ist nicht.
Vorwärts — Und nicht vergessen!
„Wir sind bereit, für unsere Forderungen auch in den Arbeitskampf
zu treten.“ Das dürfte einer der Kernsätze in der
Resolution der Teilpersonalversammlung der Intensivpflegekräfte
sein. Gemeint sind die Forderungen der aktuellen
Tarifbewegung. Nur damit wir die Hauptforderungen parat
behalten hier noch einmal: 1:2 in den ITS- Bereichen, 1:5
für die Normalstationen und keine Nacht allein! Daraus
ergibt sich dann auch ein Stellenplan.
Feiertage – gibt’s nicht!
Die Frage über die Feiertagszuschläge stellen wir uns jedes
Jahr in der CFM. Und manchmal gibt es sie, manchmal
nicht und manchmal bekommen KollegInnen welche, die
anscheinend bei Bier und Würfelspiel von Giebe auserwählt
wurden. Dieses Jahr wollten wir KollegInnen mal vor Weihnachten
wissen, wie es mit den Zuschlägen aussieht und
haben Giebe auf der Betriebsversammlung Dampf gemacht.
Nach langem Nachbohren kam nur, dass sich der Herr
„noch keine Gedanken darüber gemacht hat“. Was!? Irgendwas
stimmt hier doch nicht, denn ein Blick in unsere
Dienstpläne über Ostern (ja, auch das sind Feiertage Herr
Giebe!) zeigt, dass er sich längst Gedanken gemacht hat –
nämlich das dieses Jahr mal wieder keine Zuschläge für
Reinigung und Co gezahlt werden.
Die guten, alten 90er Jahre…
In den 90ern Jahren war noch alles anders, auch an der
Charité. Da waren z.B. im Krankentransport noch 67 KollegInnen.
Heute sind es noch 33 (aber bei weniger, anstatt
doppeltem Lohn). Und diese Entwicklung ist auch dem Giebe
nicht entgangen. Da sprach er doch allen Ernst auf der
Betriebsversammlung von einer „angemessenen Personalanpassung“.
Ohja, eine Anpassung nach Unten ist das auf
alle Fälle! Und das können sicherlich auch die Ärzte in Mitte
bestätigen, als diese am Wochenende ihre PatientInnen
persönlich von der Station zur OP abgeholt haben – Diagnose:
angepasster Personalmangel im KT.
Reformwut an der Charité
Es läuft so vieles schlecht, z.B. die Überauslastung der Rettungsstelle.
Und daran Schuld sind in den Augen der Charité
die „bösen“ Schwestern, die ständig die Betten sperren
und die Ärzte, die immer „jammern“, überfordert zu sein.
Dies will die Charité nun durch eine Dienstanweisung beheben.
Nun dürfen die Betten nur noch durch wenige „harte
Gründe“ gesperrt werden und der diensthabende Arzt, darf
nicht mehr selbst entscheiden, ob er überlastet ist oder
nicht, sondern muss mindestens seinen Oberarzt benachrichtigen,
dass er schriftlich begründet, warum er oder sie
nicht kann. Puhh, obwohl wir keine Zeit haben, müssen wir
nun noch stundenlang begründen, warum wir keine Zeit haben
(effiziente Problemlösung a là Charité) und das Patienten-
Hopping nimmt neue Dimensionen an. Vielleicht sollte
die Charité sich mal überlegen, dass die KollegInnen nicht
zum Spaß die Übernahme der PatientInnen verweigern,
sondern dass die Probleme woanders liegen.
Das ging wohl daneben
Laufen gegen Krebs-Registration deadline 17.03.2015
(Überschrift zur Ankündigung: Laufen gegen den Krebs)
