In diesen Tagen laufen drei Tarifverhandlungen.
Erstens verhandelt die
IG-Metall vorzeitig für Millionen Metaller.
Zweitens verhandelt Verdi für
die etwa 100.000 Beschäftigten im
Öffentlichen Dienst der Kommunen und
des Bundes. Und drittens verhandelt
die Berliner Verdi für alle Beschäftigten
im Berliner ÖD.
Die Gewerkschaftsführungen setzen
auf Lohnverzicht. So ist die IGM das
erste Mal in ihrer Geschichte ohne
jede Forderung in die Verhandlungen
gegangen! Angeblich stehe der Erhalt
von Arbeitsplätzen im Vordergrund. Bei
den Bundesweiten Verhandlungen von
Verdi versteckt sich der Verzicht hinter
einer Formel von „5 % mehr Gesamtvolumen“.
Wegen leerer Kassen werden in den
nächsten Monaten auf alle Menschen
Gebührenerhöhungen zukommen, z. B.
für Kitas, Müllabfuhr und anderes. Auch
mit Steuererhöhungen ist zu rechnen
für die Zeit nach den Landtagswahlen
in Nordrhein-Westfalen. Mehr Geld ist
also nötig!
Bringt der Lohnverzicht denn Sicherheit?
Solche Arbeitsplatz-Sicherheits-
Abkommen sind nichts wert. Sie wurden
schon immer durch schleichenden
Stellenabbau oder Auslagerung unterlaufen.
Die Gewerkschaftsführungen
haben meist zugeguckt! So werden
auch in diesen Verhandlungen die Arbeitgeber
die Gewinner sein: Die Löhne
fallen, und Stellen können sie immer
noch abbauen.
Am 9. Februar wurde die Berliner
Verhandlungsführerin von Verdi von
etwa 2.000 versammelten Warnstreikenden
für das miserable vorläufige
Verhandlungsergebnis lautstark ausgebuht
…
